POL-HB: Nr.: 0764 –Langer Stau nach Unfall auf der A27–

Bremen

-Ort: Bremen, Autobahn 27
Zeit: 12.10.2021, 15:50 Uhr

Nach einem Auffahrunfall auf der A 27 auf Höhe der Lesumbrücke bildete sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau. Ein 23-Jähriger wurde leicht verletzt und es entstand Sachschaden. Große Probleme hatten die Einsatzkräfte, weil die Rettungsgasse nicht richtig gebildet wurde.

Gegen 15:50 Uhr war ein 58-Jähriger mit seinem VW auf der A 27 in Fahrtrichtung Cuxhaven unterwegs. Auf Höhe der Lesumbrücke bremste er aufgrund des sich stauenden Verkehrs. Offenbar übersah dies der hinter ihm fahrende 23-jährige Fahrer eines Smarts und prallte gegen das Heck des VWs. Dadurch wurde dieser auf die linke Fahrspur geschleudert, der Smart kippte auf die Seite. In der Folge musste die Autobahn in Fahrtrichtung Cuxhaven gesperrt werden, auch weil viele Trümmerteile auf der Fahrbahn lagen. Der 58-Jährige wurde bei dem leicht verletzt. Gegen 16:20 Uhr konnte der linke Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Die weiteren Räumungsarbeiten waren sehr schwierig, da die Rettungsgasse von vielen Verkehrsteilnehmern nicht richtig gebildet wurde. Teilweise hatten sie die Autos verlassen, ohne diese vorher zur Seite zu fahren. Einsatzkräfte und Abschleppdienst kamen nur langsam voran, so dass die Autobahn erst gegen 19:00 Uhr wieder vollständig freigegeben werden konnte. Der staute sich auf mindestens 13 Kilometern, teilweise mit Rückstau bis in das Stadtgebiet. Die Polizei fertige zunächst eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Nichtbildens der Rettungsgasse, weitere werden derzeit geprüft.

Aus diesem Anlass noch einmal der dringende Appell, für freie Fahrt der Einsatzkräfte zu sorgen. Denken Sie daran, dass im Notfall keine Zeit verloren werden darf. Rettungsgasse: Damit Hilfe auch schnell ankommt!
Für die Rettungskräfte ist es belastend zu wissen, dass am Anfang des Staus jemand dringend Hilfe benötigt. Nicht selten hängen Leben und der Unfallopfer davon ab, wie schnell sie Hilfe erhalten. Dabei zählt jede Minute. Wertvolle Zeit, die über Leben und Tod entscheiden kann. Für Unbelehrbare kann es teuer werden: Mit Inkrafttreten des neuen Bußgeldkataloges können Verstöße mehrere hundert Euro Bußgeld und Fahrverbote nach sich ziehen.

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