Hör-Tipp: “Im Namen des Volkes”- Der Audible Original Podcast von und mit Jonas …

Berlin (ots) –

Anmoderationsvorschlag: Niemand bekommt gerne Post von der . Und wenn doch mal welche im Briefkasten landet, ist das meist ein unangenehmes Gefühl. Aber warum eigentlich? Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen einfach zu wenig darüber wissen, wie Gerichte arbeiten. Der neue Audible Original “Im Namen des Volkes” will das ändern. Der Podcast bietet einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Justiz und greift wegweisende Urteile auf, die aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Gemacht wird er von Journalist Jonas Reese und Richter Benjamin Roellenbleck vom Kölner Landgericht. Hallo und schön, dass Sie heute bei uns sind!

1. Urteile werden “Im Namen des Volkes” gesprochen. Doch meistens scheiden sich die Geister, ob es wirklich gerecht war. Daher meine Frage an Sie beide: Was ist für Sie Gerechtigkeit?

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O-Ton 1 (Jonas Reese/Benjamin Roellenbleck), 43 Sek.): (Jonas) “Puh, ja – ich weiß gar nicht, ob es die Gerechtigkeit gibt. Vielleicht gibt es so ganz viele verschiedene Gerechtigkeit. Ich glaub, jeder hat vielleicht so sein eigenes subjektives Gerechtigkeitsempfinden.” (Benjamin) “Tja, ich weiß nicht, ob man das so sagen kann, dass es sozusagen so ein bisschen ungreifbar ist. Letztlich ist es ja irgendwie so, dass Gerechtigkeit vielleicht der Ausdruck einer angemessenen, nachvollziehbaren Reaktion auf einen Sachverhalt ist, der feststeht. Es gibt ja schon die Probleme immer da, dass man nicht genau weiß, was ist jetzt eigentlich genau passiert. Der eine sagt so, der andere sagt so. Und dann findet man auch keine Gerechtigkeit. Aber Gerechtigkeit findet man vielleicht dadurch, dass es klar ist, was genau im Einzelnen passiert ist und das darauf dann eine angemessene und nachvollziehbare Reaktion erfolgt.”

2. Herr Roellenbleck, als Richter muss man weitreichende Entscheidungen treffen: Wie bilden Sie sich ein Urteil über den Angeklagten?

O-Ton 2 (Benjamin Roellenbleck, 11 Sek.): “Naja, wir erheben unsere Beweise. Wir schauen uns an, was er sagt, wenn er was sagt. Wir gucken uns an, was im Einzelnen gegen ihn vorliegt und dann bilden wir uns über die Zeit des Prozesses, das sind ja oft mehrere Hauptverhandlungstage, dann halt eine Meinung.”

3. Herr Reese, Sie sind als Schöffe auch oft selbst im Gerichtssaal dabei. Was ist dabei für Sie die größte Herausforderung?

O-Ton 3 (Jonas Reese, 24 Sek.): “Ja, ich glaub, die größte Herausforderung ist wirklich nicht zu streng zu sein. Also, dass ist immer mein erster Reflex, wenn ich höre, was der Angeklagte oder die Angeklagte wirklich verbrochen haben soll, zu sagen: Oh, ja das muss die Höchststrafe geben. Aber so einfach ist es ja dann im Endeffekt eigentlich nie. Und ich merke dann immer, ja, irgendwie warst du dann doch ein bisschen vorschnell mit deinem Urteil.”

4. Sie beide haben also einen perfekten Einblick ins deutsche Rechtssystem: Wie lautet da Ihr Urteil: Ist es wirklich gerecht?

O-Ton 4 (Jonas Reese/Benjamin Roellenbleck, 52 Sek.): (Jonas) “Ich würde zumindest sagen, es gibt sehr viele Menschen, die daran mitarbeiten, dass dieses Rechtssystem möglichst gerecht ist. Und ich glaube, soweit ich da den Einblick hab und wie ich das jetzt auch im Laufe des Podcasts irgendwie gelernt habe, dass unser System da schon eigentlich ganz gut funktioniert.” (Benjamin) “Ja, ich denke schon, dass die gesetzlichen Regelungen in der Regel schon gerecht sind. Das sind überwiegend über Jahrzehnte – teilweise Jahrhunderte – herausgebildete Regeln des menschlichen Zusammenseins, der Bestrafung von Menschen für Taten. Und da wird eigentlich jeder normalerweise sagen, ja, das ist in Ordnung, dass es so bestraft wird. Das Problem liegt oft darin, dass man halt einen Sachverhalt herausfinden muss. Also, dass man herausfinden muss, wer hat denn was genau gemacht. Und das ist das Problem, dass dann möglicherweise Ungerechtigkeiten auftauchen, weil sich jemand ungerecht behandelt fühlt, weil er vielleicht meint, irgendwas nicht begangen zu haben oder so nicht begangen zu haben.”

5. Im Podcast nehmen Sie sich bekannte Prozesse und Urteile vor und analysieren diese: Welcher Prozess bzw. welches Urteil hat Sie selbst am meisten berührt, bewegt oder aufgeregt und warum?

O-Ton 5 (Jonas Reese & Benjamin Roellenbleck, 49 Sek.): (Benjamin) “Tja, spontan fällt mir dann irgendwie die Kachelmann-Sache ein, weil ich irgendwie den Eindruck bekommen habe, dass da irgendwie jemandem übel mitgespielt worden ist. Und man da so medial drauf gesprungen ist und der Herr Kachelmann eigentlich wegen seines Lebenswandels dann im Mittelpunkt stand und weniger wegen dieser Tat. Ich hatte den Eindruck – und so konnte man es später dann auch lesen – dass er gänzlich unschuldig ist und dass man ihm etwas anhängen wollte, was er nicht gemacht hat und das hat mich schon sehr umgetrieben.” (Jonas) “Ja, bei mir war es, glaub ich, wirklich das Raser-Urteil. Das war gleich der erste Fall, den wir in unserer Podcast-Reihe besprochen haben. Da haben sich zwei Berliner in der Innenstadt ein Autorennen geliefert und dabei einen Menschen umgefahren und getötet. Und das war einfach für mich schwer zu ertragen, weil es einfach so unfassbar unnötig ist.”

Journalist Jonas Reese und Richter Benjamin Roellenbleck über ihren neuen Audible Original Podcast “Im Namen des Volkes”. Vielen Dank für das Gespräch!

Abmoderationsvorschlag: Wegweisende Urteile und jede Menge spannende Fragen, die wir schon immer mal einem Richter stellen wollten! Den Original Podcast “Im Namen des Volkes” gibt es ganz exklusiv bei Audible. Weitere Infos dazu finden Sie unter www.audible.de/ep/hoerbuch-tipp.

Quellenangaben

Bildquelle: Hör-Tipp: “Im Namen des Volkes”- Der Audible Original Podcast von und mit Jonas Reese und Benjamin Roellenbleck / Journalist Jonas Reese und Vorsitzender Richter am Kölner Landgericht, Benjamin Roellenbleck, beleuchten wegweisende Urteile aus verschiedenen Perspektiven, erklären Zusammenhänge und hinterfragen kritisch, wie gerecht die Justiz in ist. Den Original Podcast gibt es ab sofort nur bei Audible. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/56459 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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