Jede zweite Stellenanzeige hat männlichen Bias: StepStone entwickelt Tool für mehr …

Düsseldorf (ots) –

– Stellenbeschreibungen spielen eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung in der Arbeitswelt – Viele Stellenanzeigen enthalten unbeabsichtigt Formulierungen, die von einer Bewerbung abhalten – Grund ist der sogenannte “Unconscious Bias” – Der StepStone Genderbias Decoder (https://www.stepstone.de/genderbias-decoder) hilft , diese Formulierungen zu eliminieren und schlägt Alternativen vor

In der Arbeitswelt geht es oft nicht gerecht zu – das beginnt schon bei der Stellenanzeige. Bestimmte Formulierungen in Jobausschreibungen adressieren nicht alle Menschen gleichermaßen – meist unbeabsichtigt. Zu diesem Ergebnis kommt die Online-Jobplattform StepStone, die die von mehr als einer halben Million Jobbeschreibungen von Dezember 2020 und Mai 2021 auf StepStone.de untersucht hat. 96 Prozent beinhalteten geschlechtsspezifische Formulierungen – und deutlich mehr männliche als weibliche. Der Satz “Wir suchen eine durchsetzungsstarke Persönlichkeit” in einer Stellenanzeige ist ein typisches Beispiel für eine Formulierung, von der sich eher angesprochen fühlen können als Frauen. Grund dafür ist der so genannte “Unconscious Bias”. Gemeint sind Annahmen oder Stereotype über Frauen und Männer, die Menschen unbewusst verinnerlichen und die auch unsere Sprache beeinflussen. Studien zufolge schrecken solche Formulierungen insbesondere Frauen ab*. Eine mögliche Folge: Sie bewerben sich erst gar nicht auf einen Job – ohne, dabei zu wissen, dass die Sprache ihr Verhalten beeinflusst.

“Wir bei StepStone wollen, dass jeder Mensch den richtigen Job findet. Deshalb setzen wir unsere gezielt da ein, wo sie Menschen noch mehr Möglichkeiten in der Welt der eröffnen kann”, sagt StepStone CEO Dr. Sebastian Dettmers. “Die Mehrheit der Jobs hat heute einen männlichen Bias. Mit dem Genderbias Decoder hat ab jetzt jedes Unternehmen die Möglichkeit, diesen Bias zu eliminieren.” Die Technologie hinter dem StepStone Genderbias Decoder erkennt, ob eine Stellenanzeige geschlechtsspezifische Formulierungen enthält und markiert diese. Dabei schlägt das Tool automatisch auch Alternativen für ausgeglichenere Formulierungen vor.

StepStone-Technologie unterstützt Diversity- und Inklusions-Management von Unternehmen

Bislang ist in nur jedem fünften Unternehmen das Verhältnis der Geschlechter unter den Bewerbenden ausgeglichen, wie eine StepStone unter 3.500 Personen zeigt, die repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung ist. In den meisten Fällen bewerben sich mehr Männer – insbesondere auf Führungspositionen. 85 Prozent aller Jobsuchenden gaben an, sich schon einmal gegen eine Bewerbung entschieden zu haben, weil sie sich von den Formulierungen nicht angesprochen fühlten. Der Genderbias Decoder ändert das jetzt: Recruiter*innen können den Text der Stellenanzeige in das Tool eingeben. Anschließend analysiert der Decoder, wie viele männlich und weiblich kodierte Wörter enthalten sind und ob ein männlicher Bias vorliegt. Anstelle der Formulierung “Wir suchen ein leistungsstarkes Teammitglied” wäre “Wir suchen ein talentiertes Teammitglied” eine Formulierung, die gerade Frauen motivieren könnte, sich zu bewerben. Auf StepStone Plattformen in Großbritannien wird der Gender Bias Decoder bereits seit Jahren erfolgreich genutzt.

“Zahlreiche Unternehmen erleben einen erheblichen Personalmangel. In den kommenden Jahren wird sich das noch verschärfen, denn die Erwerbsbevölkerung schrumpft”, sagt Dettmers. “ wissen das und wollen mehr Diversität. Allerdings bewirken unbewusste Formulierungen in Stellenanzeigen das Gegenteil. Ab sofort bieten wir Unternehmen eine Technologie, mit der sie genderspezifische Sprache erkennen und eliminieren können und die ihre Bemühungen um Diversity und Inklusion unterstützt.”

Männlicher Bias vor allem bei Jobs für Führungspositionen

Die Analyse von StepStone zeigt: Nahezu alle Branchen haben einen starken männlichen Bias in ihren Stellenanzeigen, besonders die Telekommunikations- und Finanzbranche**. Dahingegen gibt es nur drei Branchen, in denen im Schnitt deutlich mehr weiblich als männlich kodierte Worte vorkommen: In der Hotellerie und Gastronomie, im Gesundheitswesen und im Bildungsbereich – Jobs, in denen häufig auch mehr Frauen tätig sind und das Lohnniveau niedriger ist. Noch deutlicher zeigt sich der männliche Bias in Stellenanzeigen für Management-Positionen: 62 Prozent adressieren in ihren Formulierungen mehr Männer als Frauen.

*Quelle: Evidence that gendered wording in job advertisements exists and sustains gender inequality (Gaucher et al. 2011)

**stark männlich verzerrt = mindestens drei männlich kodierte Formulierungen mehr als weibliche

Mehr Zahlen und Insights unter: https://www.stepstone.de/genderbias-in-stellenanzeigen

Direkt zum StepStone Genderbias Decoder: https://www.stepstone.de/genderbias-decoder

Weiteres Bildmaterial und Infografiken auf Anfrage via presse@stepstone.de

Quellenangaben

Bildquelle: Mit dem StepStone Genderbias Decoder können Arbeitgeber ihren Text kostenlos auf Genderbias überprüfen und Alternativen nutzen, um ihre Stellenanzeige inklusiver und erfolgreicher zu machen. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/38447 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
Textquelle: StepStone.de, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/38447/5056257
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