Ölmühlen fordern bezahlbare und klimaneutrale Energie

Berlin (ots) –

Steigende Energiekosten, fehlende klimaneutrale Energieträger: Auf dem Weg zur Klimaneutralität benötigen deutsche Speiseölhersteller besseren Schutz vor Standortnachteilen durch CO2-Preis und Bereitstellung klimaneutraler Energieträger.

Angesichts steigender Energiekosten forderte OVID-Präsidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld heute auf einer der Agentur für Erneuerbare Energien die auf, den Ausbau klimaneutraler Energieträger energischer voranzutreiben sowie die Carbon-Leakage-Verordnung nachzubessern.

“Wir stehen uneingeschränkt hinter dem 1,5-Grad-Ziel von Paris. Deshalb wollen wir den Weg zur Klimaneutralität zügig beschreiten. Doch aktuell sind klimaneutrale und vor allem auch bezahlbare Energieträger wie etwa grüner Wasserstoff im industriellen Maßstab schlicht nicht verfügbar”, so Kleinschmit von Lengefeld. Deutsche Ölmühlen und Pflanzenölraffinerien investieren seit über 20 Jahren in Energieeffizienz, dennoch benötigen sie pro Jahr etwa vier Terawattstunden in Form von und Wärme. Das entspricht dem jährlichen Strom- und Wärmeverbrauch der Einwohner der Landeshauptstädte Kiel und Potsdam zusammen oder rund 900 Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils vier Megawatt.

Gleichzeitig steigen die Energiekosten durch den CO2-Preis, während die Kompensation durch die Carbon-Leakage-Verordnung nicht ausreicht. “Geht das so weiter, verliert als Standort zur Speiseölproduktion seine Wettbewerbsfähigkeit”, beschreibt Kleinschmit von Lengefeld die aktuellen Sorgen der Branche.

Seit Anfang des Jahres gilt ein nationaler CO2-Preis von 25 Euro je Tonne. Um Carbon Leakage, die Verlagerung von CO2-Emissionen durch Abwanderung ins zu vermeiden, sieht der Gesetzgeber für Ölmühlen eine Kompensation in Höhe von 70 Prozent vor. Laut einer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zählt die Branche jedoch zu den am stärksten von Abwanderung bedrohten Sektoren. Eine solche Abwanderung kann in Drittstaaten zu höheren Emissionen führen. OVID fordert daher, die Kompensation auf 95 Prozent zu erhöhen und die Anstrengungen zur Bereitstellung klimaneutraler und bezahlbarer für Industrieprozesse zu erhöhen. “Wir wollen auch weiterhin in Deutschland produzieren. Doch dazu müssen jetzt die Weichen in Richtung Zukunft gestellt werden”, so Kleinschmit von Lengefeld abschließend.

Quellenangaben

Bildquelle: Speiseölabfüllung in einer Ölmühle / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/77329 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
Textquelle: OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden in Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/77329/5073724
Newsroom: OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V.
Pressekontakt: Maik Heunsch
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel: 030- 72625957
presse@ovid-verband.de

Ölmühlen fordern bezahlbare und klimaneutrale Energie

Presseportal