Wie weit darf politische Korrektheit gehen?

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Wie weit darf politische Korrektheit gehen? » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
2 min

Gespannt hat ganz Deutschland am Silvesterabend nach Köln geschaut. Noch immer präsent waren die schrecklichen Bilder und Erlebnisse in der Silvesternacht des vergangenen Jahres, als hunderte von Frauen belästigt, sexuell bedrängt, bestohlen und sogar vergewaltigt wurden. Die Täter damals waren überwiegend sogenannte Nafris, junge Männer aus Nordafrika und genau diese Klientel beschäftigen die Medien und die Menschen auch Anfang dieses Jahres.

Rassistisch oder nur Polizeijargon?

Reagierte die Polizei in der Silvesternacht 2016 mit Überforderung, so wollte sie beim diesjährigen Jahreswechsel alles richtig machen. 1500 Beamte waren rund um die Domplatte und am Kölner Hauptbahnhof aufmarschiert, damit die Menschen dort ohne Störungen das neue Jahr begrüßen konnten. Im Laufe der Nacht wurde auch getwittert und dabei fiel das Wort Nafris, eine Abkürzung für Nordafrikanische Intensivtäter, und genau um diese Abkürzung gibt es jetzt Krach. Menschenverachtend findet die SPD den Begriff Nafris, völlig inakzeptabel und herabwürdigend ist er für Simone Peters, die Chefin der Grünen. Polizeijargon nennt es die Kölner Polizei, der Polizeipräsident hat sich allerdings schon für die Abkürzung entschuldigt.

Was ist schlimmer?

Deutschland diskutiert eifrig, wie weit politische Korrektheit gehen kann und viele stellen sich die Frage, was schlimmer ist: Menschen alleine durch ihre Herkunft unter Generalverdacht zu stellen oder die Tatsache, dass öffentliche Feiern wie die Silvesterparty am Kölner Dom nur noch unter starker Polizeipräsenz möglich sind? Dass die Polizei vor Ort war, hat viele Menschen beruhigt, zumal plötzlich wieder eine große Gruppe von Nordafrikanern auf dem Vorplatz des Bahnhofs auftauchte. Um ein Szenario wie Anfang 2016 zu verhindern, hat die Polizei die Gruppe eingekreist und auch Platzverweise ausgesprochen.

Vielleicht müsste es diese Diskussion nicht geben, wenn es die Vorfälle 2016 nicht gegeben hätte. Aber es hat sie gegeben und keiner will, das es wieder so weit kommt. Die Polizei hat richtig gehandelt, auch wenn sie dabei Begriffe benutzt hat, die einigen weltfremden Politikern und Idealisten nicht so ganz in den Kram passen.

Bild: © Depositphotos.com / philipus


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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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