Experten-Appell: Den #Nachholfaktor wieder einsetzen, damit die #Rente gerecht bleibt

Berlin (ots) –

30 führende Expertinnen und Experten des deutschen Rentensystems sind sich einig: Wenn die Löhne steigen, sollen auch die Renten angemessen erhöht werden. Um die Beitragszahler nicht übermäßig zu belasten, dürfen aber die Renten nicht stärker steigen als die Löhne! Damit die gerecht bleibt, muss die neue den Nachholfaktor wieder einsetzen. Diesen Appell hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) heute in Form einer Anzeige veröffentlicht.

Rentengarantie und Nachholfaktor sind wie zwei Seiten einer Medaille. Die Rentengarantie sorgt dafür, dass bei sinkenden Löhnen in einer Krise nicht auch die Renten gekürzt werden müssen. Im Anschluss sorgt der Nachholfaktor dafür, dass bei wieder steigenden Löhnen die verhinderte Rentenkürzung rechnerisch ausgeglichen wird. Den Nachholfaktor hat die bis 2025 ausgesetzt. Es fehlt die zweite Seite der Medaille. “Wenn der Nachholfaktor fehlt, werden die Rentner von einer Krise nicht nur verschont, sondern sie profitieren von der Krise. Das ist absurd und widerspricht definitiv der Generationengerechtigkeit,” so Prof. Axel Börsch-Supan, einer der Erstunterzeichner des Appells.

Da 2020 die Löhne gesunken sind, hätten dieses Jahr – rein rechnerisch – die Renten um 3,25 Prozent sinken müssen; das hatte das Ministerium von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im März verkündet. Aufgrund der sogenannten Rentengarantie ist diese Kürzung ausgeblieben. Wegen der dieses Jahr wieder gestiegenen Löhne werden im kommenden Jahr die Renten vermutlich um 5,2 Prozent (West), bzw. 5,9 Prozent (Ost) ansteigen. Der Nachholfaktor würde den Anstieg etwa halbieren. “Das Aussetzen des Nachholfaktors benachteiligt die junge Generation. Und zwar dauerhaft. Selbst wenn der Nachholfaktor ab 2026 wieder wirksam wird. Denn die verschobene Lastenverteilung wirkt fort,” sagt der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr. Auch er appelliert an alle Parteien, den Nachholfaktor wieder einzusetzen. Pellengahr: “Das ist fair gegenüber Rentnern, Beitragszahlern sowie künftigen Generationen und ist notwendig, damit das System der gesetzlichen Rente dauerhaft von allen akzeptiert wird. Die Zeit drängt, denn der Nachholfaktor muss noch vor der nächsten Rentenanpassung 2022 wiedereingesetzt werden.”

Zahlreiche Statements der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner finde Sie auf insm.de.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

Quellenangaben

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