Mit welcher Energie fahren wir in die Zukunft? – Energieversorger vor großen …

Frankfurt (ots) –

Zukünftig werden neben einer flächendeckenden Ladesäulen-Infrastruktur für E-Fahrzeuge auch noch weitere Infrastrukturen benötigt, beispielsweise für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge und Autos, die und E-Fuels tanken. Welche Herausforderungen dabei auf Energieversorger zukommen und wie diese gemeistert werden können, zeigt eine neue der Management- und Technologieberatung BearingPoint und des Handelsblatt Research Institute.

Die Tage der herkömmlichen Tankstellen sind gezählt. Zukünftig werden zwar neben den Ladesäulen für E-Fahrzeuge auch weiterhin Zapfsäulen benötigt – dann allerdings für Wasserstoff, Gas (Erdgas/Autogas) oder E-Fuels, um Fahrzeuge mit diesen Antrieben betanken zu können. Die Energieversorger (und Mineralölunternehmen als bisherige Tankstellenbetreiber) sind gefordert, die notwendigen Infrastrukturen aufzubauen und zu betreiben. Welche Herausforderungen das mit sich bringt und worauf es ankommt, haben die Management- und Technologieberatung BearingPoint und das Handelsblatt Research Institute in der Studie “Fehlallokationen durch einseitige Förderung von ?” analysiert.

Unterschiedliche Mobilitätsformen bei PKW und LKW sprechen für mehrere Antriebsarten

Plug-in-Hybride und batterieelektrische Antriebe kommen aktuell in erster Linie bei der individuellen Personenmobilität auf kurzen und mittleren Strecken zum Einsatz. Doch bei schweren LKW bringen Elektro-Antriebe zahlreiche Einschränkungen und Nachteile mit sich, da die notwendige Batterie zu viel Gewicht verursachen und die Nutzlast reduzieren würde. Hier spreche also vieles für einen Brennstoffzellen-Antrieb als Alternative, unterstreichen BearingPoint und das Handelsblatt Research Institute. Angesichts der unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse sei daher ein Nebeneinander verschiedener Antriebsformen wahrscheinlicher als die Dominanz einer , was in Zukunft automatisch unterschiedliche Infrastrukturen notwendig mache.

Notwendige Tank- und Ladeinfrastruktur für die neue unerlässlich

Aktuell gibt es in etwa 14.500 klassische Kraftstoff-, 6.000 Autogas-, 846 Erdgas- und 92 Wasserstoff-Tankstellen. Dem stehen laut Bundesnetzagentur derzeit 22.685 Ladesäulen im öffentlichen Raum gegenüber. Soll die Elektromobilität in Zukunft eine dominierende Position einnehmen, müsste der Ausbau der Ladeinfrastruktur noch deutlich intensiviert werden und auch regional gleichmäßiger erfolgen. Zudem müssten parallel schon heute weitere Infrastrukturen für weitere Antriebsarten – wie beispielsweise für Brennstoffzellenfahrzeuge – mitgedacht und geplant werden, empfiehlt die Studie.

“Energieversorger bzw. Mineralölunternehmen mussten früher nur eine Infrastruktur zur Verfügung stellen: Tankstellen. Das wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Sie müssen vielmehr flexibel auf alle Antriebsarten eingehen können. Momentan stellt die E-Mobilität für den Individualverkehr sicherlich die beste Lösung dar, wenn es darum geht, lokale Emissionen zu reduzieren und speziell Städte sauberer und auch leiser zu machen. Für die Zukunft kann es jedoch sein, dass sich eine andere Energieform als effizienter herausstellen wird. Deshalb müssen schon jetzt neben dem Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene E-Fahrzeuge auch Pläne für beispielsweise ein flächendeckendes Wasserstoff-Tankstellennetz für Brennstoffzellenfahrzeuge mitgedacht werden. Bei diesen neuen Tankinfrastrukturen bietet sich für Energieversorger die Chance, in das bisher von Mineralölunternehmen dominierte Geschäft an der Zapfsäule einzusteigen. Wir empfehlen der Energiewirtschaft die aktive Teilnahme an Forschungs- und Pilotprojekten für alternative Antriebsformen, um frühzeitig Erfahrungen mit Planung, Errichtung und Betrieb der entsprechenden Lade- und Tankinfrastruktur zu generieren. Flexibilität, Agilität sowie die genaue Markt- und Technologiebeobachtung sind wichtiger denn je, um bei Bedarf die eigene Strategie den Neuentwicklungen anpassen zu können”, sagt Marion Schulte, Partnerin und Leiterin des Bereichs Energiewirtschaft bei BearingPoint.

E-Ausbau und flächendeckende smarte Netze sind Voraussetzung für Verkehrswende

Sowohl die E-Mobilität als auch die Wasserstofftechnologie werden zu einer enormen Steigerung des Strombedarfs führen. Um diesen Bedarf auch bei Spitzenlast decken zu können, benötigt es neben dem Netzausbau und Netzverstärkungsmaßnahmen auch intelligente Lastmanagementsysteme, betonen BearingPoint und das Handelsblatt Research Institute. Zudem könnten Elektroautos über das so genannte bidirektionale Laden als Energiespeicher genutzt werden, um Schwankungen im Stromnetz entgegenwirken zu können. Auch die Wasserstofftechnologie könne im Rahmen der Sektorenkopplung einen wertvollen Beitrag zur Energiespeicherung leisten und somit Ausgleich der Spitzenlast liefern.

“Die bisherige Entwicklung und Erfahrung bei der E-Mobilität zeigt, wie erfolgskritisch das Vorhandensein einer Ladeinfrastruktur für die Akzeptanz von E-Fahrzeugen ist. Falls sich nun in einigen Mobilitätsbereichen andere Antriebsformen wie der Brennstoffzellen-Antrieb bei schweren LKW als bessere Alternative herausstellen, sollte sich die politische Unterstützung und Förderung in dem Fall auch auf die notwendigen regulatorischen Anpassungen, die Weiterentwicklung der Antriebstechnologie, den Kauf der Fahrzeuge, die Errichtung einer flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur und die regenerative Erzeugung von Wasserstoff konzentrieren. Entscheidend ist aus unserer Sicht, die Strategien im Hinblick auf beide Technologien, Wasserstoff und Elektromobilität, in Einklang zu bringen. Hier sind Politik, Automobilhersteller und Energiewirtschaft gleichermaßen gefordert”, so Dr. Sven Jung, Head of Economic Intelligence beim Handelsblatt Research Institute.

Die Infografik anbei ist für redaktionelle Zwecke frei verwendbar. Wir bitten um Quellennachweis: BearingPoint.

Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit: https://www.bearingpoint.com/de-de/unser-erfolg/insights/energiemix-im-mobilitaetsbereich

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Das Handelsblatt Research Institute (HRI) ist ein unabhängiges Forschungsinstitut unter dem Dach der Handelsblatt Media Group. Es schreibt im Auftrag von Kund*innen, wie , Finanzinvestoren, Verbänden, Stiftungen und staatlichen Stellen wissenschaftliche Studien. Dabei verbindet es die wissenschaftliche Kompetenz des 30-köpfigen Teams aus Ökonomen, Sozial- und Naturwissenschaftlern sowie Historikern mit journalistischer Kompetenz in der Aufbereitung der Ergebnisse. Es arbeitet mit einem von Partnern und Spezialisten zusammen. Daneben bietet das Handelsblatt Research Institute Desk-Research, Wettbewerbsanalysen und Marktforschung an.

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Quellenangaben

Bildquelle: Infografik “Veränderung der Tank- und Ladeinfrastruktur in Deutschland”; Quelle: BearingPoint, Handelsblatt Research Institute / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/68073 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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