Uganda startet Angriffe gegen ADF-Rebellen im Osten Kongos

Kinshasa () – Mit Luftangriffen und Artilleriebeschuss haben die Streitkräfte Ugandas am Dienstag Stellungen der Rebellengruppe Allied Democratic Forces (ADF) im Osten der Demokratischen Republik Kongo attackiert. Im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärte ein Sprecher der ugandischen Streitkräfte, die Angriffe in dem zentralafrikanischen Nachbarland hätten am Morgen begonnen und würden “gemeinsam mit unseren kongolesischen Verbündeten” ausgeführt.

Der kongolesische Kommunikationsminister Patrick Muyaya bestätigte auf Twitter das gemeinsame Vorgehen und erklärte, die Angriffe würden von ugandischem Territorium aus gestartet. Augenzeugen berichteten aus der Grenzprovinz Nord-Kivu über schweres Artillerie-Feuer im Watalinga-Bezirk, was am nahe gelegenen Grenzposten Kamango Panik ausgelöst habe.

Kongos Präsident Félix Tshisekedi hatte Uganda zwei Tage zuvor die Erlaubnis erteilt, gegen die ADF auf kongolesichem Gebiet vorzugehen. Dies erfolgte, nachdem in Ugandas Kampala am 16. November Selbstmordanschläge verübt worden waren, zu denen sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte. Bei den Anschlägen wurden vier Menschen getötet.

Die ugandische machte “eine einheimische Terrorgruppe” mit Verbindungen zur ADF für die Anschläge verantwortlich. Die ADF ist seit 1995 im Osten der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Sie wird für tausende Tote in der Provinz Nord-Kivu verantwortlich gemacht. Die führen die Gruppe seit März auf ihrer Liste der “Terror”-Organisationen mit Verbindungen zum IS.

Bild: © AFP/Archiv WALTER ASTRADA / Kongolesische Soldaten

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AFP