Donald Trump und der Krieg mit der Presse

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Donald Trump und der Krieg mit der Presse

Ulrike Dietz
2 min

Donald Trump, der zukünftige Präsident der USA, hat bekanntlich ein etwas gespanntes Verhältnis zur Presse. Das wurde auf der ersten Pressekonferenz, die Trump jetzt abgehalten hat, wieder einmal mehr als deutlich und hat international für großes Aufsehen gesorgt. Entsprechend schlecht waren die Reaktionen der großen Zeitungen, die mit Kritik und scharfen Worten nicht gespart haben.

Ein Theater des Absurden

„Theater des Absurden“, eine „planlose Präsidentschaft“ und „die Präsidentschaft liegt schon jetzt in Scherben“ – das waren die Aufmacher der großen amerikanischen und internationalen Presse nach der etwas verunglückten Pressekonferenz von Donald Trump. Die „New York Times“ sprach von „Trump, Sex und Herumgejammer“ und stellte süffisant fest, dass es für Donald Trump nur drei wichtige Fragen gibt: Sehe ich gut aus, wie waren die Zuschauer und hat mich jemand hintergangen? Der britische Guardian ist zu der Ansicht gekommen, dass Trump nicht das ist, was er scheint und dass der Meister der Medienmanipulation in seiner ersten Pressekonferenz gestolpert ist.

Zu viele peinliche Fragen

Die „Times“ aus Großbritannien meint, den Grund zu kennen, warum der designierte Präsident so lange mit seiner ersten Pressekonferenz gewartet hat: Es könnte zu viele peinliche Fragen geben. Die gab es aber bereits im Vorfeld, wie zum Beispiel, ob es tatsächlich kompromittierende Videos oder Fotos gibt, die Trump mit Prostituierten in Moskau zeigen sollen. Trump selbst behauptet, dass es eine frei erfundene Geschichte ist, die Russen sehen das übrigens ebenso. Der „Le Figaro“ aus Frankreich sieht die Gefahr, dass Trump zu einem Lakaien des russischen Präsidenten Putin wird und dass die Ära Trump mit einem Gewitter beginnt.

Droht Gefahr aus Moskau?

Wie stark belastet ist das Verhältnis zwischen Donald Trump und Wladimir Putin? Diese Frage beschäftigt heute alle Medien, denn noch immer schwebt der Verdacht wie ein Damoklesschwert über dem Beginn der Präsidentschaft, dass russische Hacker die Wahl in den USA beeinflusst haben. Trump selbst wehrt sich aber gegen diese Aussagen.

Bild: © Depositphotos.com / phakimata

Das könnte Sie auch interessieren:

Donald Trump ist Präsident – wird sich jetzt die Welt verändern? Allen Unkenrufen, Umfragen und Expertenmeinungen zum Trotz, die Amerikaner haben Donald Trump zu ihrem Präsidenten gewählt. Auf ungläubiges Staunen folgt nun die bange Frage: Was wird der Milliardär im Weißen Haus alles anstellen? Wird die Welt wie wir sie kennen, ein friedlicher Ort bleiben und auf was muss man sich jetzt einstellen? Keine Konzepte Der Wahlkampf in den USA war schmutzig und geprägt von Beleidigungen, Bloßstellungen und Androhungen. Beide Seiten, sowohl die Republikaner als auch die Demokraten waren sich nicht zu schade, schmutzige Wäsche zu waschen und unter die Gürtellinie...
Donald Trump braucht keine Briefings Normalerweise wird der US-Präsident vom Geheimdienst jeden Tag über die Entwicklungen im Land und in der Welt informiert, der designierte Präsident Donald Trump will auf dieses Briefing aber verzichten. Er hat nach eigenen Angaben kein großes Interesse daran, was es in der Welt der Geheimdienste an Neuigkeiten gibt, das sagte der Milliardär zumindest dem Nachrichtensender Fox News, dem er ein Interview gegeben hat. Ist die CIA lächerlich? Donald Trump will die Geheimdienste fragen, wenn er etwas wissen möchte, ein tägliches Briefing ist da überflüssig. Welches Verhältnis der zukünftige Präsi...
Donald Trump zeigt Reue – Taktik oder echt? Bisher ist Donald Trump im US-Wahlkampf eher durch Beleidigungen aller Art in Erscheinung getreten. Vor allem seiner Gegnerin Hillary Clinton hat der Präsidentschaftskandidat der Republikaner hat Trump nichts geschenkt, jetzt aber sieht es nach einer Trendwende aus, denn Trump zeigt zum ersten Mal so etwas wie Reue, auch in Richtung Clinton. Wie ist dieser Stimmungsumschwung zu bewerten? Bereut Donald Trump tatsächlich, oder ist das nur eine weitere Taktik im Wahlkampf? Nicht immer die richtigen Worte Er habe in der Hitze der Debatte nicht immer die richtigen Worte gewählt und das Falsche ge...
Die Superparty des Donald Trump Nur noch wenige Stunden, dann wird aus dem Geschäftsmann und Milliardär Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Amtseinführung will er mit einer Mega-Party feiern, die geschätzt doppelt so teuer wird wie die Feier seines Vorgängers Barack Obama vor acht Jahren. Trump lädt aber nicht einfach nur ein, er bietet vielmehr zur Kasse, denn wer dabei sein will, muss tief in die Tasche greifen. Günstige Paketpreise Wer bei den Feiern zur Amtseinführung des neuen Präsidenten wirklich hautnah dabei sein will, der kann das Premiumpaket wählen. Das Mittagessen mit dem n...
Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

  • (Wird nicht veröffentlicht)