Warum ein Kfz-Gutachten so wichtig ist

Immer, wenn es auf deutschen Straßen kracht, stellt sich die Frage: Wer war schuld an der Kollision? Für die Schäden und für die möglichen Schadensersatzforderungen des jeweiligen Unfallgegners kommt vielfach die Haftpflichtversicherung desjenigen auf, der den verursacht hat. Die Schäden am des Verursachers werden dann über die Vollkasko oder die Teilkasko abgewickelt. So etwas klingt zwar einfach, ist es aber in der Realität leider nicht. Deshalb ist es immer die bessere Idee, einen Kfz-Gutachter hinzuzuziehen.

Welche Aufgabe hat ein Kfz-Gutachter?

Nach einem Unfall nimmt ein Kfz-Gutachter die am Auto entstandenen Schäden sehr genau unter die Lupe und erstellt dann ein sogenanntes Unfallgutachten. Dazu muss er alle Mängel dokumentieren, die nachweislich auf den Unfall zurückzuführen sind und zugleich schätzen, wie teuer die Reparatur werden kann. Der Nachweis des Gutachters dient als eine Art Grundlage, damit die voraussichtlich entstehenden Kosten von der erstattet werden. Falls eine Reparatur nicht mehr möglich ist, dann wird der Kfz Gutachter Hannover sowie der Kollege aus Köln oder München, den Wert des Autos im beschädigten Zustand ermitteln.

Die bessere Grundlage

Ein Schadensgutachten geht in seinem Umfang weit über den Kostenvoranschlag der jeweiligen Kfz-Werkstatt hinaus. Das Gutachten deckt beispielsweise auch alle Folge- und Mehrkosten ab, die in einem Kostenvoranschlag der Werkstatt nicht berücksichtigt werden. Dies gilt für die Wertminderung und für den Wiederbeschaffungswert oder den Restwert eines Autos. Damit bietet ein fundiertes Gutachten, was ein Sachverständiger erstellt, eine deutliche bessere Grundlage für die Regulierung des Schadens.

Wie entsteht ein Gutachten?

Ein Kfz-Gutachter schaut sich einen Unfallwagen sehr genau an. Er überprüft ihn eingehend auf mögliche Schäden und Defekte oder auf sonstige mögliche Mängel, die auf den Unfall zurückzuführen sind. Alle relevanten Fakten werden dabei notiert, exakt beschrieben und entsprechend beurteilt. Der Kfz-Gutachter erstellt praktisch eine Art Steckbrief, in dem der aktuelle Zustand des Fahrzeuges wiedergegeben wird.

Folgende Informationen sind in einem Gutachten enthalten:

  • Besondere Merkmale, was die Ausstattung angeht.
  • Die technischen Daten des Wagens.
  • Eine detaillierte Beschreibung der Schäden, die durch den Unfall entstanden sind.
  • Fotos zu allen aufgeführten Schäden.
  • Eine Beschreibung der notwendigen Reparaturen.
  • Eine Kalkulation der Kosten.
  • Der Zeitaufwand für eine mögliche Reparatur.

Das Gutachten ist gleichzeitig eine Beurteilung, ob ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt. Zudem wird ermittelt, wie hoch der aktuelle Wiederbeschaffungswert ist.

Muss ein Gutachter hinzugezogen werden?

Ein unabhängiger Kfz-Gutachter kann, muss aber nicht zwingend hinzugezogen werden. Dies gilt für denjenigen, der den Unfall verursacht hat, ebenso wie für den Geschädigten. Meldet ein Unfallverursacher den Schaden seiner Versicherung, dann wird die Versicherung sehr wahrscheinlich einen Gutachter damit beauftragen, die genauen Kosten festzulegen. Wer damit nicht einverstanden ist, kann seinerseits einen Gutachter bestellen, muss ihn aber in dem Fall aus der eigenen Tasche bezahlen.

Fazit

Ob Unfallverursacher oder Geschädigter, ist es immer sinnvoll, einen neutralen Kfz-Gutachter nach einem Unfall zu beauftragen. So lassen sich in beiden Fällen die Kosten deutlich besser abschätzen und beide Parteien erleben am Ende keine böse Überraschung. Der Geschädigte hat grundsätzlich das Recht, einen unabhängigen Kfz-Gutachter einzuschalten, wobei die Kosten für dieses Gutachten in jedem Fall von der Versicherung des Unfallgegners bezahlt werden müssen.

Bild: @ depositphotos.com / photography33

Warum ein Kfz-Gutachten so wichtig ist

Ulrike Dietz