Tod durch Energydrinks – Vater verklagt Hersteller

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Tod durch Energydrinks – Vater verklagt Hersteller

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Sie sollen die Leistung steigern, sie machen hellwach und der süße Geschmack verführt dazu, immer mehr zu trinken – sogenannte Energydrinks kommen bei Teenagern sehr gut an. Leider unterschätzen die Jugendlichen die Gefahren, die vom Konsum dieser Drinks ausgehen, wie ein 19-jähriger aus den USA, der durch die Drinks zu Tode kam. Sein verzweifelter Vater zieht jetzt gegen den Hersteller vor Gericht.

Eine schädliche Wirkung

Energydrinks sind immer wieder negativ in den Schlagzeilen zu finden, denn wer zu viel von diesen Getränken zu sich nimmt, der leidet nicht nur unter temporären Bauchschmerzen, mehrere Menschen mussten diesen Genuss auch schon mit dem Leben bezahlen. Mehrfach standen die Hersteller von „Monster Energy Drinks“ schon vor Gericht, denn ihnen wurde immer wieder eine Mitschuld am Tod von jugendlichen Konsumenten gegeben. Jetzt hat wieder eine Vater Klage gegen das Unternehmen eingereicht, denn auch sein Sohn starb an den Folgen der Drinks. In 24 Stunden hatte der junge Mann dreieinhalb Dosen à 680 Milliliter getrunken, dann spielte er Basketball, brach auf dem Spielfeld zusammen und verstarb wenig später im Krankenhaus.

Eine Überdosis Koffein

Laut der Klageschrift starb der 19-jährige an Herzrhythmusstörungen, die von einer Überdosis Koffein ausgelöst wurden. Hätte der Teenager statt des Energydrinks Coca-Cola getrunken, dann wären das 14 Dosen mit einem Inhalt von 330 Millilitern gewesen, eine kaum vorstellbare Menge. Der 19-jährige ist nicht das einzige Todesopfer, das Schlagzeilen macht, schon vor wenigen Jahren verstarb ein erst 14 Jahre altes Mädchen, die weniger als 1,5 Liter in 24 Stunden getrunken hatte, ebenfalls an einem Herzstillstand. Damals hatte der Hersteller sich mit den Eltern auf einen Vergleich geeinigt und es wurde eine Summe in unbekannter Höhe gezahlt.

Alleine in den USA kam es in den vergangenen Jahren zu 5500 Fällen von Überdosierung, die dokumentiert wurden, und rund die Hälfte aller Betroffenen waren jünger als 19 Jahre. Möglich wird diese hohe Zahl, weil Energydrinks in den USA zu den Nahrungsergänzungsmitteln gezählt werden und die dürfen eine hohe Menge Koffein enthalten.

Bild: © Depositphotos.com / heromen30

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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