BERLINER MORGENPOST: Langfristig umdenken – Kommentar von Dominik Bath

Berlin (ots) –

Der massive Anstieg der Gas- und Strompreise kann eigentlich nur einen Schluss zulassen: Deutschland muss sich möglichst schnell von teuren, fossilen Energieimporten unabhängig machen und gleichzeitig größere Schritte beim Ausbau der Erneuerbaren Energien im Inland und der energetischen Sanierung von Wohngebäuden unternehmen. Das ist nicht nur gut für die Energiewende, sondern langfristig auch für die Portemonnaies der Verbraucher.

Bis dahin bleibt aber auch festzustellen, dass das Agieren mancher Versorger – egal, ob Strom oder Gas – höchst fragwürdig ist. Ja, die Preise sind gestiegen, und womöglich kann der eine oder andere Anbieter in der Vergangenheit abgeschlossene Verträge mit Kunden nur noch erfüllen, wenn selbst ein Minus in der Bilanz in Kauf genommen wird.

Das ist bitter und langfristig nicht tragfähig, aber dennoch schlicht unternehmerisches Risiko. Das ist auch der Grund, warum Kunden, die sich nun in der Grundversorgung wiederfinden, nicht klein beigeben sollten. Verbraucherzentralen haben bereits mitgeteilt, dass sie für betroffene Verbraucher gute Chancen auf Schadenersatz sehen.

Dennoch kann die in dieser besonderen Lage nicht tatenlos zusehen. Schließlich könnten betroffene Verbraucher in der häufig wesentlich teureren Grundversorgung schnell an ihre finanziellen Grenzen kommen. Die Bundesregierung muss deshalb handeln.

Das sollte nicht nur mit Blick auf finanzschwache Verbraucher geschehen, denen etwa mit angepasstem Wohngeld, Arbeitslosengeld oder Altersgrundsicherung geholfen werden könnte. Staaten wie Großbritannien denken bereits über Staatshilfen für Energieversorger nach. Das könnte auch hierzulande aufs Tableau rücken, nachdem es bereits erste Insolvenzen von Anbietern gab.

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