Rhein-Neckar-Zeitung: “Rhein-Neckar-Zeitung” (Heidelberg) über die Proteste in Kasachstan

Heidelberg (ots) –

Zwar ist die Entsendung russischer Soldaten nach Kasachstan am Rande auch Thema der Gespräche der USA und Russlands in Genf. Dennoch können die demonstrierenden Menschen in der zentralasiatischen ehemaligen Sowjetrepublik nicht auf nennenswerten Beistand aus dem Westen hoffen. Die Bundesregierung etwa verhängte lediglich einen Exportstopp für Rüstungsgüter, der kaum spürbare Auswirkungen haben dürfte. Zudem verurteilte sie den Schießbefehl auf Demonstranten. Doch den markigen Worten werden absehbar keine weiteren Taten folgen.Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist die Ausgangslage weniger klar als in der Ukraine, wo ein souveräner Staat vom Aufmarsch russischer Truppen bedroht wird. In Kasachstan aber hat der autoritäre Machthaber Moskau um Beistand gebeten. Zudem fehlt den mitunter gewalttätigen Protesten ein Anführer und eine klare Forderung. Und nicht zuletzt hat der Westen ebenfalls ein Interesse an Stabilität in dem öl- und gasreichen Land, dessen Rohstoffvorkommen seit Jahrzehnten auch von westlichen Konzernen ausgebeutet werden. Für die Mensachen dort sind das schlechte Nachrichten. Denn sobald die Proteste niedergeschlagen sind, dürfte Kasachstan rasch wieder aus der internationalen Aufmerksamkeit verschwinden.

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