bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.: “Pflegeschulen brauchen solide Finanzausstattung”

Düsseldorf (ots) –

Mit Zuwendungen für die Jahre 2022 bis 2024 unterstützt die nordrhein-westfälische Landesregierung die Investitionen an Pflegeschulen. Das begrüßt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa). Die Schulen erhalten für jeden Schulplatz, der am 1.Oktober 2019 besetzt war, 189 Euro pro Jahr. Im Jahr 2022 verdreifacht das Land die Fördersumme pro Platz, was faktisch einer rückwirkenden Förderung ab dem Jahr 2020 gleichsteht. Damit sollen insbesondere Mietkosten und Ausstattungen finanziert werden.

“In den Pflegeschulen lernen die Pflegekräfte der Zukunft, die die Versorgung einer steigenden Zahl Pflegebedürftiger sicherstellen”, sagt der nordrhein-westfälische bpa-Landesvorsitzende Bernhard Rappenhöner. “Die rückwirkenden Zuwendungen sind ein erstes gutes Signal der Landesregierung, dass ihr die Pflegeschulen und der Nachwuchs in diesem Berufsfeld wichtig sind. Sie decken in dieser Höhe jedoch nicht annähernd die wirklichen Bedarfe der Pflegeschulen ab”, so Rappenhöner, der auf deutlich höhere Kosten allein für die Anmietung der Standorte verweist. “Die der künftigen Pflegekräfte ist außerdem eine dauerhafte Aufgabe. Die Pflegeschulen brauchen eine langfristig solide Finanzausstattung.”

Mit dem privaten Pflegeschulträger apm bildet der bpa selbst allein in 1.300 zukünftige Pflegekräfte an eigenen Schulen aus. Zukünftig müsse sich die Höhe der Förderungen stärker an den tatsächlichen Aufwendungen orientieren, sagt apm-Geschäftsführer Dr. Matthias Glasmeyer. “Viele private Pflegeschulen werden in gemieteten Räumen betrieben, die gerade in den nordrhein-westfälischen Ballungsgebieten immer teurer werden. Wir brauchen eine auskömmliche Refinanzierung der Investitionsaufwendungen, um den zukünftigen Pflegekräften eine attraktive Lernumgebung bieten zu können.”

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 12.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 2.000 in Nordrhein-Westfalen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 365.000 Arbeitsplätze und circa 27.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 29 Milliarden Euro.

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