BERLINER MORGENPOST: Hilfe für die Markt-Giganten – Kommentar von Dominik Bath

Berlin (ots) –

Dass die Flut der Online-Bestellungen auch Veränderungen bei der Belieferung zur Folge haben muss, ist nachzuvollziehen. Eine Antwort sind kleine Hubs in der Stadt, von wo aus dann zum Beispiel Lastenräder auf kürzeren Routen Pakete zu den Empfängern bringen. Ähnlich nützlich sind auch die in Berlin zuletzt vermehrt aufgebauten Paketstationen oder -boxen von Unternehmen wie Amazon oder auch DHL.

Dort können Empfänger zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl ihre Bestellungen abholen. Gestresste Nachbarn, die zu unfreiwilligen Paket-Shops werden, gehören so der Vergangenheit an und auch das lästige Hinterherlaufen von verpassten Sendungen, wenn Empfänger mal nicht zu Hause waren, muss so nicht mehr sein.

Doch auch für die Konzerne haben die Stationen Vorteile: Lassen mehr Menschen dorthin ihre Bestellungen liefern, entlastet das Zusteller. Kostenreduzierungen scheinen angesichts kürzerer Routen und des effektiveren Belieferungsweges wahrscheinlich.

Berlin ist dabei für die Unternehmen angesichts der Bevölkerungsdichte ein attraktiver Wachstumsmarkt. Mit ersten Kooperationen werden Landesfirmen wie die Gewobag aber auch zu Helfern für einen Markt-Giganten. Der weltumspannende US-Onlinehändler Amazon hat für den Ausbau der Paketstationen zumindest mit einem der Wohnungsbauunternehmen schon einen Rahmenvertrag geschlossen.

Die Konditionen dieser Zusammenarbeit sind unklar. Mehr Transparenz aber wäre geboten, schließlich stellt die Gesellschaft Flächen zur Verfügung, um den Konzern beim Ausrollen seines Geschäftsmodells zu unterstützen. Selbstverständlich muss daher sein, dass die Landesgesellschaften auch anderen Anbietern Zugang ermöglichen – und so den Wettbewerb sicherstellen.

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