Metall-Arbeitgeber warnen vor Folgen von Öl- und Gasboykott

Berlin ( Nachrichtenagentur) – Die der Metall- und Elektroindustrie warnen für den Fall eines Importstopps für und aus vor möglicherweise dramatischen Folgen. Für würde sich das etwa “dramatisch” auf Industrie, aber auch auf die Privathaushalte auswirken, sagte Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Freitagausgabe).

“Die Inflation wäre zweistellig. Die Versorgungssicherheit wäre ernsthaft gefährdet”, warnte Wolf. Er distanzierte sich damit von Forderungen, wie sie zuletzt insbesondere die CDU/CSU-Bundestagsfraktion erhoben hatte. Diese hatte gefordert, als Reaktion auf den Russlands in der den Gasbezug über die Pipeline Nord Stream 1 zu stoppen.

“Unsere Antwort sollte schnell erfolgen. Wir wollen damit nicht warten”, hatte der Partei- und Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz am Mittwoch gesagt. Gesamtmetall-Präsident Wolf rechnete dazu vor, dass allein durch eine Abschaltung von Nord Stream 1 Gas in einem Umfang von etwa 550 Terawattstunden ausfallen würde, “bei einem Bedarf von rund 950 Terawattstunden pro Jahr”. Langfristig müsse Deutschland zwar auf jeden Fall unabhängiger von russischen Importen werden, sagte er.

“Kurzfristig fehlen uns aber trotz der Bemühungen von und EU-Kommission schlichtweg die Alternativen.” Gesamtmetall ist der Arbeitgeber-Dachverband der deutschen Metall- und Elektroindustrie, zu der Branchen wie die Automobilindustrie, Maschinenbau und zählen. Die Metall- und Elektroindustrie umfasst gut 24.000 Betriebe mit zusammen 3,9 Millionen Beschäftigten.


Foto: Tankstelle im März 2022, über dts Nachrichtenagentur

Metall-Arbeitgeber warnen vor Folgen von Öl- und Gasboykott

dts Nachrichtenagentur