Haspa finanziert Hamburg mit Rekordkreditvergabe

Hamburg (ots) –

Im Geschäftsjahr 2021 stand die Hamburger Sparkasse AG (Haspa) in der Corona-Pandemie weiter als verlässlicher Partner an der Seite ihrer 1,5 Mio. Privat- und Firmenkunden. Zur Unterstützung ihrer Kunden hat die Haspa so viele Kredite vergeben, wie noch nie in ihrer Geschichte. Das Jahresergebnis erreichte 20 Mio. Euro (Vorjahr: 9 Mio. Euro). “Wir sind trotz der Pandemie mit unserer Strategie zur digitalen Bank mit den besten Filialen auf dem richtigen Weg. Rund 90 Standorte haben wir zu Nachbarschaftsfilialen umgestaltet und kräftig in digitale Angebote investiert”, sagt Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa. “Die Haspa ist auf dem Weg in die Zukunft 2021 ein gutes Stück vorangekommen.”

Rekordwerte bei Neukreditvergabe und Startup-Finanzierungen

Mit einer Neukreditvergabe auf Rekordniveau hat die Haspa dafür gesorgt, dass es in der Corona-Krise zu keiner Kreditklemme kommt und der Wirtschaftsmotor wieder anspringen kann. Im Jahr 2021 hat die Haspa neue Kredite über insgesamt 8,7 Mrd. Euro vergeben. Das ist der höchste Wert in der Geschichte des Instituts und übertrifft damit den hohen Vorjahreswert um fast eine Milliarde Euro. Der Kreditbestand wurde von 35,8 Mrd. Euro auf 37,2 Mrd. Euro ausgeweitet. “Mit unserer Rekordkreditvergabe finanzieren wir die Zukunft Hamburgs”, sagt Vogelsang. Hamburg brauche einen Neustart und in den kommenden Jahren Investitionen unter anderem in Bildung, den Gesundheitssektor, die Infrastruktur, die Digitalisierung und für Klimaneutralität. Die Haspa sorge dafür, dass ausreichend Kredite zur Verfügung stehen. “Wir werden alles dafür tun, dass Hamburg auch in Zukunft eine attraktive und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt bleiben kann”, so der Vorstandssprecher. Das beste Jahr seiner Geschichte konnte auch das Startup-Center der Haspa (https://www.haspa.de/fi/home/beratung/gruendung-und-nachfolge.html) verzeichnen. In 2021 wurden 332 Existenzgründungen mit 64 Mio. Euro finanziert – deutlich mehr als im bereits guten Vorjahr (42 Mio. Euro) und immer mehr mit Bezug zur Nachhaltigkeit.

700 Mio. Euro an Corona-Hilfen bereitgestellt

Dass die Haspa in der Corona-Krise fest an der Seite ihrer Kunden steht, zeigt sich auch an der Bereitstellung von Corona-Hilfen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden zur Unterstützung rund 700 Mio. Euro ausgezahlt – sowohl eigene Kreditmittel, als auch über Förderbanken wie die KfW und die IFB Hamburg.

Hohe Nachfrage nach Baufinanzierungen – Bestand erhöht sich auf 29,6 Mrd. Euro

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist – trotz hoher Immobilienpreise – weiterhin groß. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Haspa rund 10.000 Hamburgern ihren Wohntraum erfüllen. Firmenkunden wurden rund 1.500 gewerbliche Baufinanzierungen zugesagt. Insgesamt hat die Haspa damit im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gut 1,2 Mrd. Euro mehr an Baufinanzierungen vergeben. Die Neuvergabe belief sich damit auf rund 5,7 Mrd. Euro, der Bestand erhöhte sich auf rund 29,6 Mrd. Euro. Gemeinsam mit ihren Immobilienpartnern wie dem Makler Grossmann & Berger und der LBS bleibt die Haspa der Partner Nummer 1 rund um das Thema Wohnen in der Metropolregion. “Der Traum vom Wohneigentum sollte für deutlich mehr Hamburgerinnen und Hamburger realisierbar sein. Denn Wohneigentum beugt Altersarmut vor. Gerade für Familien braucht es dafür aber finanzielle Erleichterungen, z.B. über eine an die Einkommensverhältnisse angepasste Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie”, fordert Vogelsang. “Auch der Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber von selbst genutzten Immobilien sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden.”

Geschäftsentwicklung 2021: Jahresergebnis in herausforderndem Umfeld verbessert

Die Haspa hat im Jahr 2021 nach spürbar höheren Steuerzahlungen (96 Mio. Euro ggü. 36 Mio. Euro in 2020) unter dem Strich ein Jahresergebnis in Höhe von 20 Mio. Euro (Vorjahr: 9 Mio. Euro) erzielt. “Mit dem Ergebnis können wir im von Corona, Null- und Minuszinsen der EZB und Regulatorik geprägten Geschäftsjahr zufrieden sein. Auf Dauer müssen wir es aber weiter steigern. Denn wir wollen für unsere Kunden weiterhin in sichere IT, modernes Online-Banking und neue Services investieren und zusätzliches Eigenkapital für unsere Kreditvergabe und die höheren Eigenkapitalanforderungen bilden”, sagt Vogelsang.

Zinsüberschuss durch Offenmarktgeschäft begünstigt – Sichteinlagen bleiben hohe Belastung

Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 112 Mio. Euro auf 679 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist jedoch nicht unerheblich auf einen Sondereffekt zurückzuführen. So hat sich die Haspa an Offenmarktgeschäften der EZB (TLTRO-Programm) beteiligt, um den Unternehmen in der Metropolregion mit ausreichend Krediten zur Seite zu stehen. Dieser Einmaleffekt – der sich auch im Anstieg der Bilanzsumme von rund 55 Mrd. Euro auf 60 Mrd. Euro zeigt – hat dazu beigetragen, dass das weiterhin außerordentlich herausfordernde Zinsumfeld etwas besser kompensiert werden konnte.

Trend zu Aktiensparen hält an – Sparpläne plus 20 Prozent

Das Provisionsergebnis verbesserte sich um 31 Mio. Euro auf 347 Mio. Euro. Immer mehr Kunden erkennen die Vorteile des Fondssparens in der Niedrigzinsphase und bei höheren Inflationsraten. Über die erfolgreiche Migration der Wertpapierabwicklung zur dwp Bank können sie aus einem erweiterten Angebot an ETFs, Aktien und Sparplänen wählen. Das macht das Aktiensparen (https://www.haspa.de/de/home/privatkunden/depot-und-wertpapiere/wertpapier-sparplaene.html) noch einfacher. So hat sich die Anzahl an Sparplänen um rund 20 Prozent erhöht. Der Bestand auf Haspa-Depots erhöhte sich um 3 Mrd. Euro auf 27,9 Mrd. Euro. “Ein Ende der Niedrigzinsphase ist leider nicht absehbar. Wir empfehlen unseren Kunden auch in diesen unsicheren Zeiten langfristig angelegte Fondssparpläne. Das geht bei der Haspa schon ab 25 Euro im Monat. Wer regelmäßig einen festen Betrag spart, bekommt bei niedrigeren Kursen mehr Aktien für sein Geld. So gleichen sich auch größere Kursschwankungen über die Zeit automatisch aus”, sagt Vogelsang. Einen Rückgang gab es hingegen bei den Provisionserlösen im Zahlungsverkehrsgeschäft zu verzeichnen. Weniger Touristen durch Corona gingen hier mit weniger Geldautomaten-Verfügungen und Kreditkartennutzungen einher.

Bewertungsergebnis Kredit noch auf erfreulich niedrigem Niveau

Das Bewertungsergebnis Kredit ist mit – 6 Mio. Euro deutlich besser ausgefallen, als es in der Corona-Krise zu befürchten war (Vorjahr: – 49 Mio. Euro). “Wir hatten bereits für Ende 2021 mit einer Zunahme an Kreditausfällen gerechnet, diese liegen jedoch weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Das wird aber sicher nicht so bleiben. Die Gefahr, dass gerade kleinere Firmen das Handtuch werfen müssen, nimmt mit jeder Infektionswelle zu. Jetzt müssen zusätzlich die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs gegen die Ukraine verkraftet werden. Insofern ist es gut, dass die Hilfsprogramme weiterlaufen und auch die Finanzbehörde zusammen mit der IFB und den Hamburger Banken den Schulterschluss für eine Unterstützung der Unternehmen vor Ort nochmal verlängert haben”, erläutert Vogelsang. Die Haspa hat sich auf steigende Ausfälle vorbereitet und für 2022 einen Betrag von 60 Mio. Euro eingeplant.

Ausblick – Digitalisierung und Nachhaltigkeit als wichtigste Zukunftsthemen

Die Haspa geht trotz der teils noch unabsehbaren Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine sowie der noch andauernden Pandemie in den kommenden Jahren von weiter verbesserten Ergebnissen aus. Das strategische Zukunftsprojekt und die Investitionen in digitale Services (https://www.haspa.de/de/home/privatkunden/online-services.html), IT und Nachbarschaftsfilialen haben dafür die Grundlage gelegt. Denn die Kunden sind immer mehr auch auf den digitalen Kanälen der Haspa unterwegs. Bereits heute nutzen rund 600.000 von ihnen regelmäßig Online-Banking und 350.000 die Sparkassen-App, die wieder als Deutschlands beste und sicherste Banking-App ausgezeichnet wurde. Auch Serviceanliegen werden immer mehr digital nachgefragt. Die Haspa-Apps AINO, kiekmo und die Joker-App machen das Nachbarschaftskonzept auch in der digitalen Welt erlebbar.

Neben der Digitalisierung ist die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft (http://www.haspa.de/nachhaltigkeit) das wichtigste Zukunftsthema. Über die Vergabe von Krediten und dem ausgeweiteten Angebot an nachhaltigen Geldanlagen lenkt die Haspa Milliarden zunehmend in Investitionsvorhaben, die Nachhaltigkeit und Klimaschutz kräftig voranbringen. 800 Anlageberater wurden zur nachhaltigen Geldanlage (https://www.haspa.de/de/home/privatkunden/depot-und-wertpapiere/nachhaltigkeitsfonds.html) fit gemacht. Jeder zweite in Fonds investierter Euro fließt bereits in nachhaltige Anlageprodukte. “Wir wollen verlässlich dafür sorgen, dass alle Menschen und Unternehmen in unserer Region befähigt sind, den Wandel hin zu einer neuen grünen Ökonomie mitzugestalten und fair daran teilzuhaben”, sagt Vogelsang. “Die Zukunft der Haspa ist digital und nachhaltig.”

Kontakt:

Newsroom: Haspa Hamburger Sparkasse AG
Pressekontakt: Stefanie von Carlsburg
Telefon: 49 40 3579-3498
Stefanie.vonCarlsburg@haspa.de

Quellenangaben

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