“nd.DerTag”: Interessenvertretung behinderter Menschen …

Berlin (ots) –

Menschen mit Behinderungen sind in den meisten gesellschaftlichen Bereich unsichtbar – so auch in der Berichterstattung zur Ukraine. Angesichts des dortigen Kriegs stellt Maria-Victoria Trümper die Frage, wie viele der circa drei Millionen Menschen mit Behinderungen im Land die Chance haben (werden), zu flüchten oder zumindest in Sicherheit gebracht zu werden. In einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung “nd.DerTag” (Montagausgabe) argumentiert die Referentin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), warum Katastrophenabwehr und Nothilfe inklusiv sein muss.

Ob Rollstuhlfahrer*innen, die keinen Luftschutzbunker erreichen oder Gehörlose, die die Sirenenwarnung nicht wahrnehmen: “All diese Szenarien erscheinen für uns im stabilitätsverwöhnten Deutschland weit weg – sie scheinen etwas zu sein, dass nur in Gebieten mit bewaffneten Konflikten und Kriegen passiert.” Doch das sei falsch, so Trümper, und erinnert an die zwölf lernbehinderten Menschen, die 2021 bei der Flutkatastrophe in Sinzig ums Leben kamen. “Sie ertranken jämmerlich, weil man im Vorfeld einfach vergessen hatte, die Menschen zu evakuieren.”

Die ISL-Referentin plädiert daher für die Partizipation von Menschen mit Behinderung bei der Erstellung von Plänen zu Katastrophenabwehr und fordert zudem das systematische Identifizieren von ihnen in den jeweiligen Gefahrensituationen. Damit im Notfall Angehörige von behinderten Menschen nicht entscheiden müssen, ob sie sich selbst oder die behinderten Familienmitglieder retten.

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