Deutscher Jagdverband e.V. (DJV): Geschlüpft, geworfen, gefrischt – Die Natur wird zur Kinderstube

Berlin (ots) –

Anmoderationsvorschlag: Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Jeder Tag wird ein bisschen länger, Bäume, Sträucher und Wiesen werden grüner und bunter und auch die Tierwelt bekommt einen gewaltigen Schub. Binnen kürzester Zeit werden Wald und Wiesen zur Kinderstube. Aber so niedlich Tierbabys auch sein mögen: Sie sind nicht grundlos vor neugierigen Blicken versteckt. Was es jetzt alles im Wald zu beachten gibt, weiß meine Kollegin Jessica Martin.

Sprecherin: Nicht nur bei uns Menschen, auch in der Natur machen sich Frühlingsgefühle breit. Und das bedeutet jede Menge Nachwuchs, erklärt der Biologe Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband.

O-Ton 1 (Torsten Reinwald, 28 Sek.): “Dachs, Fuchs oder Kaninchen bringen ihre Jungen in einer Höhle zur Welt, die sind jetzt noch nackt und nahezu blind. Wildschweine, Rehe oder auch Feldhasen bringen vollentwickelte Jungen zur Welt und da gilt jetzt ducken und tarnen. Das heißt, dass Rehkitze, Junghasen oder Vogelküken alleine in der Wiese liegen und verharren, ist der beste Schutz vor Fressfeinden. Das Elterntier ist meist in der Nähe und beobachtet das Ganze aus sicherer Entfernung.”

Sprecherin: Wenn man also ein einsam wirkendes Jungtier findet, heißt das nicht automatisch, dass es verlassen wurde. Im Zweifel kann man den zuständigen Förster oder Jäger informieren. Auf gar keinen Fall sollte das Jungtier aber berührt oder gar weggebracht werden. Ansonsten…

O-Ton 2 (Torsten Reinwald, 17 Sek.): “… hat das Muttertier überhaupt keine Chance mehr, ihr Junges zu finden. Und so wird aus einem gesunden Jungtier ein hilfloses Waisenkind. Rehe beispielsweise erkennen ihren Nachwuchs am Geruch, und wenn der Menschengeruch das überlagert, dann ist das Risiko sehr groß, dass das junge Kitz verstoßen wird.”

Sprecherin: Generell sollte man im Wald jetzt ganz besonders Rücksicht auf die Wildtiere nehmen, für die in der sogenannten Setz- und Brutzeit von Anfang April bis Ende Juli jede Störung eine Belastung ist.

O-Ton 3 (Torsten Reinwald, 19 Sek.): “Deshalb empfehlen wir in der Zeit Waldbesuchern, auf den ausgeschriebenen Wegen zu bleiben. Und Hunde sollten immer auf Ruf oder Pfiff reagieren und zurückkommen. In vielen Kommunen gibt es zudem noch eine Leinenpflicht. Über die Regelungen vor Ort informiert am besten das Ordnungsamt.”

Sprecherin: Die Leine dient Hunden übrigens auch zu ihrem eigenen Schutz. Mit Wildschwein-Müttern, also Bachen, ist derzeit nämlich nicht gut Kirschen essen.

O-Ton 4 (Torsten Reinwald, 18 Sek.): “Wenn die ihren Nachwuchs bedroht sehen, dann greifen sie an. Und deswegen gilt, einfach einen großen Bogen machen um Bachen mit Frischlingen. Und das gilt ganz besonders, wenn Sie Hundebesitzer sind, weil Hunde sind einfach nur Wölfe für Wildschweine und die sind besonders gefährlich – und da spaßen Bachen überhaupt nicht.”

Abmoderationsvorschlag: Wildtiere brauchen gerade in der Setz- und Brutzeit ihre Ruhe. Alle Infos, worauf man jetzt in Wald und auf Wiesen achten sollte, finden Sie auch noch mal im Netz unter Jagdverband.de.

Kontakt:

Newsroom: Deutscher Jagdverband e.V. (DJV)
Pressekontakt: Torsten Reinwald
Tel.:030/2091394-23
Mail: pressestelle@jagdverband.de

Quellenangaben

Textquelle: , übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/54673/5182972

Deutscher Jagdverband e.V. (DJV):  Geschlüpft, geworfen, gefrischt – Die Natur wird zur Kinderstube

Presseportal