Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten: Wissenschaftsredaktionen mit angestellten Journalist:innen als …

Wien (ots) –

Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen: Angemessen ausgestattete Wissenschaftsredaktionen in sind gesellschaftliche und demokratiepolitische Notwendigkeit

Kompetenter Wissenschaftsjournalismus ist wesentlich für die Demokratie. Er trennt Fakten von Meinung, liefert die Grundlagen für fundierte Entscheidungen der Bürger:innen und ist ein unentbehrliches Instrument gegen Fake News.

Die Bedeutung des Wissenschaftsjournalismus ist stark gestiegen. Insbesondere durch die Corona-Pandemie und den fortschreitenden Klimawandel, aber auch eine zunehmende Anzahl an zukunftsweisenden Technologien steht der Berufsstand im Rampenlicht. Diese Aufmerksamkeit spiegelt sich jedoch nicht in verbesserten Arbeitsbedingungen wieder, was die Vermittlungstätigkeit von Wissenschaftsjournalist:innen stark einschränkt. Die Redaktionen sind trotz des erhöhten Interesses zahlenmäßig nicht gewachsen. Nur ein kleiner Teil der Wissenschaftsjournalist:innen in Österreich ist fest angestellt und kann von seiner Arbeit leben.

Angemessen ausgestattete Wissenschaftsredaktionen in Medien sind eine gesellschaftliche und demokratiepolitische Notwendigkeit. Mehr als die Hälfte der Österreicher:innen hegen immer noch große Skepsis gegen die Wissenschaften. Eine Auswirkung ist die Tatsache, dass etwa 20 Prozent sich unter keinen Umständen gegen Corona impfen lassen wollen, was sich immer wieder in hohen Infektionszahlen niederschlägt.

Daher schlägt der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen (http://www.wissenschaftsjournalisten.at) vor, das Vorhandensein einer Wissenschaftsredaktion mit angestellten Journalist:innen zu einem Kriterium für die Medienförderung zu machen. So könnte der Berufsstand seine Aufgabe im Sinne der Demokratie noch besser erfüllen. Unter Wissenschaftsjournalismus verstehen wir die journalistische (also prinzipiell kritische und deswegen inhaltlich unabhängige) Berichterstattung über Geistes-, Sozial-, - und Naturwissenschaften, Technik und Medizin in Medien. In Erweiterung des herkömmlichen Journalismus-Begriffs erfüllen Wissenschaftsjournalist:innen in besonderem Ausmaß eine Vermittlungsrolle zwischen und Gesellschaft, ohne sich in Abhängigkeit von den entsprechenden Institutionen zu begeben, beziehungsweise im Fall von Abhängigkeiten diese transparent offen zu legen.

Wissenschaftsjournalismus ist auf jeden Fall ein Teil von Qualitätsmedien. Eine Förderung für Wissenschaftsjournalismus bringt nichts ohne die Qualitätsmedien, in denen ihre Arbeit stattfinden kann. Journalismusförderung pro Kopf und im Allgemeinen, etwa über Stipendien, Preise oder Praktika, kann die strukturelle Notwendigkeit von Wissenschaftsredaktionen mit angestellten Redakteur:innen in einer Medienförderung nicht ersetzen.

Kontakt:

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www.wissenschaftsjournalisten.at • office@wissenschaftsjournalisten.at

Quellenangaben

Textquelle: , übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/162644/5200405

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