Polizeibericht Region Mannheim: Mannheim Ladenburg

Mannheim / Ladenburg / Weinheim (ots) –

Am Mittwoch versuchten bislang unbekannte Trickbetrüger erneut Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Neckar-Kreis um Ihr Erspartes zu bringen und nutzten neben dem Betrugsphänomen “Schockanruf” auch betrügerische Nachrichten über Messenger Dienste und die Betrugsmasche des falschen Microsoft-Mitarbeiters.

Bereits am frühen Nachmittag erwischte es ein 70-Jähriger aus Ladenburg, der Opfer eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters wurde. Gegen 14:00 Uhr meldete sich ein Mann, der vorgab vom Microsoft-Support-Team zu sein und mitteilte, dass auf dem PC des 70-Jährigen eine Schadsoftware festgestellt worden wäre. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Betrüger schließlich, Fernzugriff auf den PC des Mannes zu erhalten sowie persönliche Daten seines Opfers auszuspähen. Trotz dem Umstand, dass der 70-Jährige bereits unmittelbar nach dem Telefonat misstrauisch wurde und sofort seine Zugangsdaten änderte, gelang es dem Trickbetrüger noch einen hohen vierstelligen Geldbetrag von dem Bankkonto des 70-Jährigen zu transferieren.

Ähnlich erging es auch einer über 70-Jährigen aus Weinheim. Sie erhielt gegen 18:00 Uhr eine verräterische Nachricht über einen Messenger-Dienst. Angeblich habe ihr Sohn durch einen Providerwechsel eine neue Rufnummer erhalten und nun Schwierigkeiten eine Überweisung durchzuführen. In Wirklichkeit steckte hinter dem Absender der Nachricht aber ein Trickbetrüger, der es auf das Ersparte der Frau abgesehen hatte. Nichtsahnend kam die über 70-Jährige der Aufforderung nach und transferierte einen mittleren vierstelligen Geldbetrag auf ein Bankkonto. Auch ihr fiel der Betrug leider zu spät auf.

Besonders dreist gingen die Trickbetrüger dann aber im Fall einer über 80-jährigen Frau aus Mannheim vor. Als gegen 11:30 Uhr ihr Telefon klingelte und sich am Apparat ein angeblicher Mitarbeiter einer Behörde meldete, vermutete die über 80-Jährige bereits Schlimmes. Angeblich habe ihr Neffe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und würde nun einer Haftstrafe entgegensehen. Lediglich durch die sofortige Bezahlung eines hohen Bargeldbetrags könne die Strafe noch abgewendet werden. Die über 80-Jährige, die über mehrere Stunden hinweg durch eine geschickte Gesprächsführung unter Druck gesetzt wurde und fest der Meinung war, ihrem Neffen zu helfen, übergab gegen 15:00 Uhr im Bereich “Freiheitsplatz” Schmuck und Bargeld im Gesamtwert von rund 17.000 Euro an eine ihr unbekannte weibliche Person. Aber damit nicht genug. Im Anschluss kontaktierten die Trickbetrüger die nichtsahnende Frau erneut und forderten die Bezahlung einer weiteren hohen Bargeldsumme. Als die über 80-Jährige auch dieser Aufforderung nachkommen und von ihrem Bankkonto eine größere Geldsumme abheben wollte, wurde schließlich ein Bankmitarbeiter auf die Situation aufmerksam. Er fragte bei der Frau genauer nach und bewahrte die über 80-Jährige schließlich vor einem noch höheren Schadenseintritt.

Beschreibung der Trickdiebin:

weiblich, ca. 25-28 Jahre alt, ca. 155 cm groß, gebräunte Hautfarbe, dunkles mittellanges Haar, beigefarbene Jacke und hellblaue OP-Maske

Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die insbesondere zu den folgenden Fragestellungen Hinweise geben können:

– Wer hat am Mittwoch gegen 15:00 Uhr die Übergabe zwischen der

Trickbetrügerin und der über 80-jährigen Frau beobachten können?

– Wer kann Angaben zu der gesuchten Trickbetrügerin und/oder deren

Fluchtrichtung machen?

Für Hinweise im vorliegenden Fall nutzen Sie bitte das kriminalpolizeiliche Hinweistelefon, Tel.: 0621 174 4444

Wenn Sie selbst Opfer einer Betrugsstraftat geworden sind, dann kontaktieren Sie bitte die für Sie örtlich zuständige Polizeidienststelle. Die entsprechende Dienststelle finden Sie unter: https://www.-.de/dienststellenfinder/

In dringenden Fällen wählen Sie bitte den Polizeinotruf, Tel.: 110

Weitere Informationen zu den verschiedenen Betrugsphänomenen sowie Verhaltenstipps finden Sie unter dem nachfolgenden Link der Polizeilichen Kriminalprävention: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

Kontakt:

Newsroom: Polizeipräsidium Mannheim
Rückfragen an:


Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Jenny Elsberg
Telefon: 0621 174-1111
E-Mail: mannheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de

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Quellenangaben

Textquelle: Polizeipräsidium Mannheim, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/5207983

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