Rhein-Neckar-Zeitung: Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Boris Becker

Heidelberg (ots) –

Die (Heidelberg) kommentiert das Strafmaß im Prozess gegen Boris Becker:

“Zweieinhalb Jahre Gefängnis: Eine hart oder eine milde Strafe? Zwei Herzen schlagen in der Brust vieler Beobachter, wenn es um den Leimener Boris Becker geht. Einen Promi-Bonus darf es bei solchen kriminellen Verfehlungen nicht geben, gleiches Recht muss für alle gelten – da dürfte Einigkeit bestehen. Doch ist das Tennis-Idol, das 37 Jahre nach seinem spektakulären Sieg in Wimbledon nun kaum 15 Kilometer von seinem ehemaligen “Wohnzimmer” verurteilt wird, kein Mensch, dem man böse Absichten unterstellt. Eher hat er wohl den Kopf in den Sand gesteckt, was keine gute Verteidigung sein kann.

Fast schon verzweifelt beschworen seine Anwälte die Naivität Beckers, seine völlige Unkenntnis, was finanzielle Dinge anbelange. Bekanntlich schützt Unkenntnis vor Strafe nicht, Ignoranz noch viel weniger. Becker, der bereits 2002 wegen Steuerhinterziehung in München mit einer Bewährungsstrafe glimpflich davon kam, der mit dem abenteuerlichen Erwerb eines afrikanischen Diplomatenpasses das Insolvenzverfahren abwenden wollte, unter anderem sechsstellige Geldbeträge fortschaffte und Anteile an einer Firma verschwieg, handelte verzweifelt aber vorsätzlich. Das Strafmaß mag hart erscheinen, ist aber den vier Anklagepunkten angemessen, deren er für schuldig erklärt wurde.”

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