Frankfurter Rundschau: Mit Geduld und Sanktionen

Frankfurter Rundschau (ots) –

Endlich hat die EU ein Ölembargo gegen Russland erlassen. Das wird Putins Krieg und die Gräuel der russischen Armee in der Ukraine nicht sofort stoppen. Das können nur der Autokrat und sein Regime. Sanktionen zielen zunächst darauf ab, Untaten politisch zu ächten. Sie wirken langfristig und tragen dazu bei, den Preis für den Krieg für Moskau in die Höhe zu treiben, und sollen Putin so dazu bringen einzulenken. Deshalb ist es vertretbar, wenn Brüssel stufenweise vorgeht, um sich möglichst wenig selbst zu schaden. Doch Firmen haben begonnen, den Handel mit russischem Öl einzustellen. In acht Monaten soll das Embargo vollständig umgesetzt werden, Ungarn und die Slowakei haben etwas mehr Zeit. Auch das ist vertretbar. Weil der Krieg nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch ökonomisch entschieden wird, sollte die EU zudem möglichst schnell von russischem Gas loskommen. Sie sollte zudem mit Staaten wie Indien sprechen, damit sie nicht russisches Öl ordern und so das Embargo schwächen.

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