Kunstmuseum Liechtenstein: Kunstmuseum Liechtenstein: Antrittsausstellung von Direktorin Letizia Ragaglia “C(hoch)4. …

Liechtenstein (ots) –

C(hoch)4 zelebriert die Energie, die zeitgenössische Künstler:innen ins Museum bringen. In ihrer ersten im vereint Direktorin Letizia Ragaglia vier Solopräsentationen von Nazgol Ansarinia, Mercedes Azpilicueta, Invernomuto und Diamond Stingily, die auch der Sammlung des Museums begegnen. Die drei Künstlerinnen und das Künstlerduo wurden eingeladen, ein Sammlungswerk auszuwählen und es in ihre Schau zu integrieren. Eröffnung am Donnerstag, 19. Mai, ab 18 Uhr!

“Unsere Sammlung soll kontinuierlich recherchiert und belebt werden, sie braucht Dialoge, Herausforderungen und Mut zu neuen Perspektiven. Das ist C(hoch)4: Die Sammlung (Collection) wird von vier jüngeren Positionen verstärkt, aber auch kontaminiert. Im ‘C’ schwingt ‘Contamination’ ebenso mit wie ‘Crossover’ und ‘Community’, denn die Künstler:innen stärken sich auch untereinander, obwohl sie ganz verschieden sind”, so Letizia Ragaglia.

Was alle gezeigten Künstler:innen-Positionen miteinander verbindet, ist ihre besondere Art des Geschichtenerzählens. Sie eröffnen neue Blicke auf eine historische Zeit und zeigen, wie deren Interpretation heute aussehen kann. Die Künstler:innen setzen sich mit Ausgrenzung und Verschiedenheit im gesellschaftlichen Leben, der Geschichte von Subkulturen, Legenden der Vergangenheit und dem Wandel urbaner Räume auseinander. Biografische Elemente und persönliche Erinnerungen verflechten sich in der Ausstellung zu einem kollektiven Gedächtnis. Mit C(hoch)4 erwartet die Besucher:innen ein interdisziplinäres Crossover mit Performance und Sound in vier Ausstellungssälen, das spannende Begegnungen mit der Sammlung bereithält.

Nazgol Ansarinia (*1979 in Teheran) interessiert sich für Zwischenräume des sozialen Lebens, die sie in ihrer künstlerischen Praxis detektivisch untersucht und hinterfragt, um sie anschliessend in einen neuen Kontext zu stellen. Der Rundgang durch die Ausstellung beginnt mit Ansarinias The Inverted Pool (2019-2022), einem riesigen “umgedrehten” Swimmingpool, der auf eine persönliche Geschichte im Zuge eines Hauskaufs der Künstlerin in Teheran zurückgeht. Ihre Arbeit tritt in einen Dialog mit Cellule no. 5 (1992) von Absalon (1964-1993) aus der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein.

Mercedes Azpilicueta(*1981 in La Plata, Argentinien) nennt sich selbst eine “dishonest researcher”, eine unehrliche Forscherin, die sich zwischen Literatur, Folklore und Strassenkultur bewegt. Im Mittelpunkt ihrer Präsentation steht die Installation Potatoes, Riots and Other Imaginaries, die sie 2021 für den Prix de Rome realisiert hat: ein riesiger Wandteppich mit eingewebten Bildern, Kleidungsstücken und Sound. Ihr Interesse für Lücken der Geschichte und Frauen am Rande der Gesellschaft hat Azpilicueta zu einer intensiven Beschäftigung mit der österreichisch-liechtensteinischen Künstlerin Anne Marie Jehle (1937-2000) geführt und sie zu einer eigenen Werkreihe inspiriert.

Ausgehend von persönlichen Erinnerungen, die sie mit dem gesellschaftlichen Gedächtnis Amerikas verknüpft, nähert sich Diamond Stingily (*1990 in Chicago) komplexen Themen wie Verlust, Vergänglichkeit oder Identitätsfindung. dead Daughter (2021) titelt die zentrale Installation ihrer Schau im Kunstmuseum Liechtenstein: Auf einem Teppich stehen Sockel mit Kunstblumen, dazwischen liegen verstreut Abdrücke ihrer Hände und Füsse aus Wachs und Bronze. Als Sammlungswerk hat sich Diamond Stingily ein barockes Stillleben mit Blumen und Früchten (1698) des Wiener Hofmalers Franz Werner von Tamm (1658-1724) ausgesucht.

Seit 2003 arbeiten Simone Bertuzzi (*1983) und Simone Trabucchi (*1982) als Invernomuto zusammen. Beide sind in Piacenza (Italien) geboren. In den Arbeiten des Künstlerduos geht es um das Aufdecken von Mythen und legendenumwobene Orte als konstruierte Fiktion. In C(hoch)4 sind Invernomuto mit drei installativen Werken vertreten: Wax, Relax (2011-2022) ist eine riesige Kopie der Grotte von Lourdes aus Wachs, Zion, Paesaggio(2014) bezieht sich auf Italiens Kolonialgeschichte und Rimini Capitale Afro (2021) zeigt ein trashiges Relikt vergangener Clubkultur. Invernomutos Beitrag wird durch Pino Pascalis Ponte levatoio (1968) aus der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein ergänzt.

Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Letizia Ragaglia.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Verlag Mousse Publishing mit Essays von Susana Vargas Cervantes, Giuseppe Garrera, Rindon Johnson, Hamed Khosravi und Letizia Ragaglia.

C(hoch)4. Nazgol Ansarinia I Mercedes Azpilicueta I Invernomuto I Diamond Stingily

20. Mai – 4. September 2022

Eröffnung: Donnerstag, 19. Mai 2022, ab 18 Uhr I 21 Uhr: DJ-Set von Invernomuto

Ausführliche Informationen zur Ausstellung unter: www.kunstmuseum.li (https://kunstmuseum.li/index.php?lan=de)

Kontakt:

Newsroom: Kunstmuseum Liechtenstein
Pressekontakt: Franziska Hilbe
+423 235 03 17 · franziska.hilbe@kunstmuseum.li
Barbara Wagner
+41 78 236 34 84 · barbara.wagner@kunstmuseum.li

Quellenangaben

Bildquelle: Ausstellungsansicht “C(hoch)4”, Raum Diamond Stingily / 20.5. – 4.9.2022, Kunstmuseum Liechtenstein / © Diamond Stingily / Kunstmuseum Liechtenstein / Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100052612 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/Kunstmuseum Liechtenstein/Stefan Altenburger, Zürich”
Textquelle: Kunstmuseum Liechtenstein, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/122910/5225960

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