Lebensdauer unserer Matratzen: Wie lange ist eine Matratze eigentlich haltbar?

Jeder weiß, wie wichtig eine gemütliche Matratze ist. Sie stellt das Herzstück eines bequemen Bettes dar und gewährleistet einen gesunden und erholsamen Schlaf über viele Jahre hinweg. Wer allerdings mit Schmerzen oder Verspannungen am Morgen aufwacht, muss sich zwangsläufig fragen, ob es an der Zeit ist, die Matratze zu wechseln.

Die Frage ist, wie lange man auf einer Matratze schlafen sollte? Die Antwort und weitere Antworten bezüglich dieser Thematik lassen sich im Magazin von Betten-ABC.de nachlesen. Des Weiteren liefern wir einige Pflegetipps, die die Haltbarkeit der eigenen Matratze verlängern. In unserem Beitrag stellen wir zudem verschiedene Matratzen-Typen und ihre Haltbarkeit etwas näher vor.

Die ideale Haltbarkeit von Matratzen

Normalerweise sollte eine Matratze bei guter bis zu 10 Jahren Haltbarkeit aufweisen. Dem gegenüber stehen Verbraucherschutzzentralen, die vor der 10-Jahres-Grenze warnen. Über die Jahre kommt es bei Matratzen zu Schweißablagerungen, Abnutzungserscheinungen und Belastungen. Zudem können sich Milben und andere Ungeziefer in den Matratzen ablagern, was zu Atemwegserkrankungen führen könnte.

Deshalb ist es empfehlenswert, die eigene Matratze alle 5 bis 7 Jahre auszuwechseln. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Langlebigkeit von Matratzen beeinflussen. Wer auf günstige Matratzen setzt, muss auch mit einer kürzeren Lebensdauer rechnen. Zwar kann man die Qualität nicht in allen Fällen vom Preis ableiten, jedoch sollte man trotzdem davon Abstand nehmen, auf billige Produkte zu setzen. Der eigene gesunde Schlaf sollte dem jeweiligen Konsumenten etwas wert sein.

Gute Beratung ist das A und O

Beim Kauf der idealen Matratze aus dem Handel sollten die Schlafgewohnheiten wie der Härtegrad der Matratze, die Schlafposition und die eigene körperliche Beschaffenheit berücksichtigt werden. Wer an Rückenschmerzen leidet, sollte sich in puncto Matratze unbedingt von einem Experten beraten lassen, um das Optimum aus der neuen Matratze herauszuholen.

Größe und Gewicht spielen ebenso eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, nach 5 bis 7 Jahren die perfekte Matratze zu kaufen. Ein schwerer Mensch benötigt dementsprechend eine stabilere Matratze, als ein Leichtgewicht. Zudem gesellt sich der Faktor „Verunreinigungen“ dazu. Wir schwitzen im Schlaf und die meisten Matratzen absorbieren den Schweiß. Dies führt zu unangenehmen Flecken und Geruchsbildungen, Pilzen und Sporen, die sich negativ auf unsere auswirken können.

Man sollte dahingehend immer einen Lattenrost nutzen, denn dadurch kann die Luft besser zirkulieren. Wer Matratzen direkt auf dem Boden liegen hat, muss diese regelmäßig aufstellen und belüften. Wird dies nicht durchgeführt, bilden sich im Inneren der Matratze Keime und Bakterien. Stark verunreinigte Matratzen kann man zudem nur schwer reinigen. Diese sollten unmittelbar ausgetauscht werden.

Diese Einflüsse spielen bezüglich der Haltbarkeit von Matratzen eine wichtige Rolle

Sowohl die Qualität als auch das Raumgewicht der Matratze, die eigenen und individuellen Schlafgewohnheiten und das Material geben darüber Aufschluss, wie lange eine Matratze im Durchschnitt hält. Bei guter Pflege kann die Lebensdauer einer Matratze um ein Vielfaches verlängert werden. Jedoch sollte jede noch so perfekt gepflegte Matratze spätestens alle 7 – 10 Jahre ausgetauscht werden. Eine frische und saubere Matratze, die keine Kuhlen hat, sorgt für einen gesunden und bequemen Schlaf.

Die Lebensdauer einer Matratze hängt von einigen Faktoren ab, diese wären:

  • Qualität und Raumgewicht
  • Persönliche Schlafgewohnheiten
  • Ansprüche und Erwartungen an die Matratze
  • Material der Matratze
  • Pflege und Hygiene

Die individuelle Haltbarkeit verschiedener Materialien

Wenn es an der Zeit ist, die alte Matratze auszutauschen und eine neue zu beschaffen, spielt natürlich das Material der neuen Matratze eine übergeordnete Rolle für die Haltbarkeit. Jedes Material hat seine individuellen Vorteile, wie beispielsweise die Eignung für Allergiker. Im folgenden Abschnitt gehen wir genauer auf die einzelnen Materialien ein.

Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratzen sind die meistverkauften Matratzen und grundsätzlich tätigt man mit dem Kauf einer Kaltschaummatratze eine gute Wahl. Sie sind atmungsaktiv und bieten einen guten Liegekomfort. Zudem sind sie langlebig und von guter Qualität. Sie werden in der Phase der Herstellung durch Aufschäumen von bei nicht allzu hohen Temperaturen hergestellt.

Auf diese Weise gewinnt man eine leichte und strapazierfähige Liegefläche, bestehend aus Kaltschaum. Aufgrund der Lufteinschlüsse, die sich im Inneren der Matratze befinden, entsteht somit eine hervorragende Luftzirkulation, die ein gutes Schlafklima fördert. Durch den Abtransport von Schweiß und Feuchtigkeit werden Keime und Bakterien gar nicht erst gebildet.

Aus diesen genannten Gründen eignen sich Kaltschaummatratzen perfekt für Allergiker. Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit unterstützen sie zudem die Muskulatur und die Gelenke. Bei einer guten Pflege halten Kaltschaummatratzen bis zu 10 Jahre, bevor sie ausgewechselt werden sollten.

Latexmatratzen

Latexmatratzen zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität und ihre lange Haltbarkeit aus. Die vielen integrierten Luftkanäle gewährleisten eine optimale Belüftung und sind daher sehr atmungsaktiv. Sie sind allerdings sehr schwer, was eine adäquate Reinigung erschwert.

Daher sollten Latexmatratzen bis zu zweimal pro Jahr gewendet werden. Bei regelmäßiger Pflege und guter Belüftung können Latexmatratzen bis zu 10 Jahren halten und einen angenehmen Schlafkomfort bieten.

Federkernmatratzen

Federkernmatratzen weisen in ihrem Inneren ein Konstrukt aus verschiedenen Stahlfedern auf. Sie tragen das Gewicht der schlafenden Person, passen sich jedoch nicht ideal an deren Körperform an. Der große Vorteil von Federkernmatratzen ist die extrem hohe Atmungsaktivität.

Da sie im Innenkern praktisch hohl ist, kann Flüssigkeit abtransportiert werden und sie ist somit resistent gegen Schimmel, Bakterien und Sporen. Eine Federkernmatratze ist zudem sehr stabil und daher auch für schwere Personen perfekt geeignet. Für Allergiker bietet sich die Federkernmatratze eher nicht sonderlich gut an. Bei guter Pflege kann eine Federkernmatratze bis zu 8 Jahre halten.

Gelschaummatratzen

Die Gelschaummatratze weist eine obere Schicht aus weichem Gelschaum auf, die sich optimal an die schlafende Person anpasst. Diese Gelschaumschicht ist mit einem unterstützenden Kern aus festem Schaum kombiniert.

Dies könnte beispielsweise Kaltschaum sein. Diese perfekte Kombination bietet eine hohe Stützkraft, Elastizität und fördert eine gesunde Schlafhaltung, die den Körper, die Muskeln und die Gelenke entlastet. Dellen, Kuhlen oder Mulden können hierbei nur sehr schwer entstehen, was die Gelschaummatratze langlebiger macht.

Eine Gelschaummatratze ist auch sehr luftdurchlässig und lässt sich leicht reinigen. Der abnehmbare Bezug kann in der Waschmaschine leicht gereinigt werden. Gelschaummatratzen lassen sich durch eine adäquate Pflege für viele Jahre benutzen.

Wer seine Matratze, egal ob aus Gelschaum, Federkern, Rosshaar, Latex oder Kaltschaum lange nutzen möchte, ist gut beraten, über der jeweiligen Matratze auch Matratzenschoner zu benutzen.

Bild: @ depositphotos.com / procontributors

Lebensdauer unserer Matratzen: Wie lange ist eine Matratze eigentlich haltbar?

Gabi Klein