FDP fordert von Scholz in Kiew “Tacheles”

Berlin ( Nachrichtenagentur) – Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann erwartet sich von dem Besuch des Kanzlers in der ein klärendes Gespräch über die deutschen Waffenlieferungen. “Nach den Verstimmungen der letzten Wochen besteht jetzt die große Chance, gemeinsam Tacheles zu reden”, sagte Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

“Selenskyj kann die Situation erklären und sagen, welche er will und braucht. Scholz kann offen sagen, was geht und was nicht geht”, fügte die FDP-Politikerin hinzu. “Und dann sollten wir aber auch das tun, was wir tun können.” Olaf Scholz traf am Donnerstag zu einem gemeinsamen Besuch mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und dem italienischen Regierungschef Mario Draghi in Kiew ein, um dort Präsident Wolodymyr Selenskyj zu treffen.

“Es ist wichtig, dass der Kanzler zusammen mit Macron und Draghi in Kiew ist. Das ist ein starkes europäisches Zeichen”, sagte Strack-Zimmermann. “Ich erwarte aber auch von Draghi und Macron, dass sie konkrete Zusagen machen. Die Frage der Waffenlieferungen darf sich nicht nur auf fokussieren”, forderte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag.

“Jeder muss geben, was er geben kann.” Sie sei “zutiefst überzeugt, dass dieser nur militärisch geklärt werden kann”, so die FDP-Politikerin.


Foto: Ukrainische Flagge vor dem in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

FDP fordert von Scholz in Kiew “Tacheles”

dts Nachrichtenagentur