Polizeibericht Region Nürnberg: (894) Fußballfans verursachten größeren Polizeieinsatz in der Nürnberger Innenstadt

Nürnberg (ots) –

Am Samstagnachmittag (23.07.2022) fand im Nürnberger Max-Morlock-Stadion das 269. Frankenderby zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth statt. Nach dem Spiel kam es zu einem größeren Polizeieinsatz, bei dem die mehrere Personen in Gewahrsam nahm.

Gegen 18:00 Uhr sammelten sich rund 150 Fans des 1. FC Nürnberg am Nürnberger Hauptbahnhof. Nach derzeitigem Erkenntnisstand handelte es sich hierbei vorwiegend um Angehörige der Ultragruppierungen “BDA” und “UN94”.

Die Personen setzten sich anschließend Fanparolen skandierend vom Bahnhofsvorplatz über die Königstraße in Richtung Hallplatz in Bewegung. Hierbei brannten mehrere Angehörige der Gruppe bengalische Fackeln ab und zündeten Rauchtöpfe. Nach jetzigem Kenntnisstand kam es zudem vereinzelt zu Konfrontationen mit Unbekannten.

Hinzugerufene Kräfte des Unterstützungskommandos unterbanden durch eine Polizeikette das weitere Fortbewegen der Gruppierung. In diesem Zusammenhang mussten die Einsatzkräfte neben einfacher körperlicher Gewalt in Form von Drücken und Schieben teilweise auch Schlagstock und Pfefferspray einsetzen.

Ein Großteil der Fans flüchtete daraufhin in unterschiedliche Richtungen. Die Polizei konnte im Rahmen der Fahndung 17 Personen, die zuvor an den Geschehnissen beteiligt waren, im Bereich der Allersberger Straße antreffen. Hiervon wurden 14 Personen zur Unterbindung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Daneben stellten die Einsatzkräfte bei rund 30 weiteren Personen die Identität fest. Ein Beamter wurde bei dem Einsatz leicht verletzt, blieb jedoch weiterhin dienstfähig.

Neben dem Unterstützungskommando waren Beamte sämtlicher Nürnberger Polizeidienststellen sowie des Kriminaldauerdiensts Mittelfranken zur Bewältigung des Einsatzes eingebunden. Die genauen Umstände der Geschehnisse sind aktuell noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Unbekannte Geschädigte oder Zeugen des Vorfalles werden in diesem Zusammenhang gebeten, sich unter der Rufnummer 0911 2112-3333 bei der Polizei zu melden.

Erstellt durch: Lisa Hierl

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