Polizeibericht Region Mannheim: Mannheim: “Schockanrufer” erbeuten Schmuck und Münzen im Wert von rund 200.000.- Euro; …

Mannheim (ots) –

Opfer eines sogenannten “Schockanrufes” wurde im Laufe des Dienstages eine hochbetagte Seniorin im Stadtteil Almenhof.

Gegen 10 Uhr hatte sie einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten erhalten, die ihr vorgaukelte, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem zwei Menschen, darunter auch ein Kind getötet wurden. Um eine Gefängnisstrafe abzuwenden, sei eine Kaution von 160.000.- Euro fällig.

Nachdem sie ihre Tochter telefonisch nicht erreichen konnte, ging die schockierte Frau von einem tatsächlichen Unfallgeschehen aus, packte ihren gesamten Schmuck (Ringe, Uhren, Halsketten, Broschen und Armreife), teilweise wertvolle Erbstücke und Münzen im Gesamtwert von rund 200.000.- Euro zusammen und übergab die Wertsachen gegen 14 Uhr vor ihrer Wohnung in der August-Bebel-Straße an einen unbekannten Abholer.

Als die Tochter der Seniorin wenig später ihre Mutter zurückrief, wurde der Betrugsmasche entdeckt, allerdings war der Abholer bereits über alle Berge.

Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zeugen wenden sich bitte an den Kriminaldauerdienst, Tel.: 0621/174-4444.

Darüber hinaus bitten die Ermittler des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg folgende Hinweise zu beherzigen:

– Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen

Verhältnissen preis.

– Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen

Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen.

Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange

bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt

bestätigen.

– Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen

fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder

anderen Ihnen nahestehenden Personen.

– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an

unbekannte Personen.

– Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie

unverzüglich die unter der Nummer 110.

– Sind Sie bereits Opfer einer Betrugsmasche geworden, zeigen

Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der

Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen

entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

– Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta

Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter

Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines

Telefonbucheintrags wenden Sie sich an Ihren Telefonanbieter.

– Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und

andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der

Bank oder im Bankschließfach.

Über dies informieren die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Mannheim in Mannheim, Tel.: 0621/174-1212 und in Heidelberg, Tel.: 06221/99-1234, wie man sich am besten vor Trickbetrügern schützen kann. Die Beratungen sind kostenlos!!!

Kontakt:

Newsroom: Polizeipräsidium Mannheim
Rückfragen an:


Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Norbert Schätzle
Telefon: 0621 174-1111
E-Mail: mannheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de

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Quellenangaben

Textquelle: Polizeipräsidium Mannheim, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/5288400

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