IW warnt vor Ende der Sanktionen gegen Russland

Köln ( Nachrichtenagentur) – Ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn sieht Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen (IW), die westlichen Sanktionen gegen weiter positiv. “Die Sanktionen wirken, vor allem die auf den von Hochtechnologie-Gütern”, sagte Hüther der “Rheinischen Post” (Dienstag).

Russland könne damit stets nur “die vorletzte einsetzen” und werde so dauerhaft im technischen Fortschritt behindert. “Bei der sitzen hingegen wir am kürzeren Hebel. Doch fossile Energie hat auf Dauer ohnehin keine Zukunft. Russland beschleunigt damit am Ende den Umbau der deutschen Wirtschaft zu mehr Klimaschutz.”

Der IW-Chef warnte davor, die Sanktionen zu beenden oder nun Nord Stream 2 zu erlauben. “Die Sanktionen sind richtig, weil der Westen damit seine Solidarität mit der zeigt. Deutschland hat die Maßnahmen im engen Schulterschluss mit den transatlantischen Partnern beschlossen; aus dieser Solidarität sollte sich Deutschland jetzt nicht herausstehlen.” Hüther mahnte: “Die Debatte um Nord Stream 2 ist eine Scheindebatte: Es würde nichts ändern, wenn wir die Pipeline ans Netz ließen. Putin könnte auch hier Vorwände finden, um sie ab- und anzuschalten.”


Foto: Hinweisschild Nord Stream 2, über dts Nachrichtenagentur

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