Verurteilte Priester an Kliniken mit Kinderstation versetzt

Die dortigen Verantwortlichen seien angeblich nicht über die Vergangenheit der Geistlichen informiert wurden, schreibt das Magazin. Belegt sein sollen vier Fälle, in denen wegen sexuellen Missbrauchs oder dem Besitz von Kinderpornografie verurteilte Priester in Krankenhäusern arbeiten durften. In Trier wird am Donnerstag der Zwischenbericht einer Unabhängigen Aufarbeitungskommission präsentiert. Ob die recherchierten Fälle darin aufgeführt sind, wollte die Kommission auf Nachfrage nicht mitteilen. Ackermann ist noch bis September Beauftragter für die Aufarbeitung von Missbrauch der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2009 ist er Bischof von Trier. In zwei der genannten Fälle handelt es sich um Priester aus dem Saarland, bei denen Ermittler 2007 in einer Razzia jeweils über 100 Bilddateien sicherstellten. Wenige Monate nach ihrer Verurteilung wegen des Besitzes von Kinderpornografie 2008 und 2009 setzte das Bistum sie in Kliniken ein. Der eine Priester verlor die Position 2012, nachdem das von seiner Verurteilung erfuhr. Der zweite wurde nach zehn als Klinikseelsorger 2021 in den Ruhestand geschickt. Ein weiterer Priester, der Mitte der Neunzigerjahre zu einer Bewährungsstrafe wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war, wurde ebenfalls 15 Jahre in Kliniken eingesetzt. Ein vierter 1994 wegen Missbrauchs von Kindern verurteilter Priester arbeitete als Hausgeistlicher in Krankenhäusern – 2012 zeigte er sich selbst an.

“Es geht darum, jede Versuchungssituation zu unterbinden”, sagte Müller.


Foto: Dom Trier, über dts Nachrichtenagentur

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