Ifo-Institut fordert mehr “Anreize zum Energiesparen”

München ( Nachrichtenagentur) – Das Münchener Ifo-Institut hat die aufgefordert, in der aktuellen Gaskrise verstärkt auf “Anreize zum Energiesparen” zu setzen. Die sollte die hohen Gaspreise nutzen, damit die weniger verbrauchen, heißt es in einer Publikation des Instituts vom Donnerstag.

“Der Energieverbrauch wird ohne eine Weitergabe der an die Verbraucher nicht ausreichend sinken”, schreibt Ifo-Forscherin Karen Pittel. “Es braucht begleitende gezielte Unterstützungsmaßnahmen, um zu gewährleisten, dass jeder einen Beitrag nach seinen Möglichkeiten leistet.” Auch in der sei Zusammenarbeit und Solidarität erforderlich, um die Folgen für alle Mitgliedstaaten so gering wie möglich zu halten. “Durch schnelles und entschlossenes Handeln der Politik sind die Folgen des Lieferstopps durch zwar schmerzhaft, aber beherrschbar”, so Pittel.

Die Krise stelle die öffentlichen Haushalte vor Herausforderungen, fügte die Wirtschaftswissenschaftlerin hinzu. Überlastungen seien nur zu vermeiden, wenn die Politik Ausgaben gezielt einsetze und Steuerausfälle begrenze. Auch das dritte “Entlastungspaket” sei immer noch zu breit angelegt, gehe zu wenig auf “Anreize zum Energiesparen” ein und müsse gerade hinsichtlich des Umgangs mit der Gaskrise dringend ergänzt werden. Beim Einsatz neuer Instrumente wie einer Übergewinnsteuer sollte Pittel zufolge sorgfältig zwischen kurzfristigem Nutzen und langfristigen Kosten abgewogen werden.


Foto: Gas-Anschluss, über dts Nachrichtenagentur

Ifo-Institut fordert mehr “Anreize zum Energiesparen”

dts Nachrichtenagentur