Polizeibericht Region München: Hilfeleistung nach Sturz: Hand in geschlossenen S-Bahntüren

München (ots) –

Einen “Schutzengel” hatte eine 86-Jährige. Ihr wurde am Freitagnachmittag (9. September) die Hand in sich schließenden S-Bahntüren eingeklemmt. Als der Zug am Hauptbahnhof losfuhr, verletzte sie sich beim folgenden Sturz nur leicht.

Gegen 16:15 Uhr versuchte eine 86-jährige Deutsche am Mittelbahnsteig des Münchner Hauptbahnhofes die S3 zu betreten, obwohl sich die Türen bereits schlossen. Scheinbar um die Lichtschranke auszulösen, schob die Münchnerin ihre Hand in die Türen, die sich jedoch schlossen. Der Triebfahrzeugführer bemerkte nicht, dass sich die Frau aus der Maxvorstadt die Hand eingeklemmt hatte und fuhr an. Glücklicherweise beobachten Zeugen am Bahnsteig den Vorfall und machten den S-Bahnfahrer durch Schreien und lautes Trommeln an die S-Bahn auf die Situation aufmerksam. Nach wenigen Metern der Fahrt leitete der S-Bahnfahrer eine Schnellbremsung ein. Noch bevor die S3, Fahrtrichtung Deisenhofen, hielt, löste sich die Hand der alten Dame, die zunächst noch nebenher mitlief, bevor sie zu Boden stürzte.

Die 86-Jährige erlitt nach offensichtlich “nur” eine Platzwunde am Kopf, die vorsorglich ärztlich im Krankenhaus versorgt wurde. Der Vorfall war aufgrund des Feierabendverkehrs öffentlichkeitswirksam. Der Bahnsteig war stark frequentiert.

Erste Ermittlungen ergaben, dass der der 50-jährige Triebfahrzeugführer den Vorfall nicht bemerkt hatte. Als er von der Bahnsteigaufsicht den “ZB9-Befehl” (bedeutet, die S-Bahn ist abgefertigt und abfahrbereit) bekam, fuhr er los.

Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit kümmerten sich bis zum Eintreffen von Rettungskräften und Bundespolizei um die Frau.

Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, Hände oder Gegenstände in sich schließende S-Bahntüren zu stecken.

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Quellenangaben

Bildquelle: Die Bundespolizei in München warnt eindringlich davor, schließende S-Bahntüren durch Hineinstecken von Händen oder Gegenständen daran hindern zu wollen.
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