Polizeibericht Region Nürnberg: (1130) Tötungsdelikt in Treuchtlingen – Aktueller Ermittlungsstand

Treuchtlingen (ots) –

Wie mit Meldung 1124 berichtet, fand die am Sonntagnachmittag (11.09.2002) eine leblose Frau in eine Frau in einem Wohnhaus in Treuchtlingen (Lkrs. Weißenburg-Gunzenhausen) auf, welche offenbar gewaltsam zu Tode kam. Gegen den 35-jährigen Tatverdächtigen erging nun ein Haftbefehl.

Gegen 15:00 Uhr betrat ein 35-jähriger Mann die Polizeiinspektion Treuchtlingen und gab an, dass er eine Frau getötet habe. Die Tat soll sich in einem Appartement einer Gemeinschaftsunterkunft unweit der Polizeidienstelle zugetragen haben.

Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Treuchtlingen konnte kurze Zeit später tatsächlich eine leblose Frau in der betreffenden Wohnung auffinden. Die Frau wies Verletzungen auf, welche auf ein Gewaltverbrechen schließen ließen.

Der 35-jährige Tatverdächtige wurde daraufhin festgenommen. Die Beamten trafen zudem in dem Anwesen den minderjährigen, im Grundschulalter befindlichen Sohn, des Tatverdächtigen an. Der Junge wurde bis auf weiteres in die Obhut des zuständigen Jugendamtes übergeben und wird fortwährend betreut.

Die Ansbacher Mordkommission führt die Ermittlungen zur Klärung des Tatgeschehens in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ansbach. Diese ordnete eine Obduktion der Getöteten an.

Im Verlauf der weiteren Ermittlungen gelang es nun die Identität des Opfers zu klären. Demnach handelt es sich um eine 28-jährige Frau, welche aktuellen Erkenntnissen zufolge die Lebensgefährtin des Tatverdächtigen gewesen sein soll.

Im Rahmen der Obduktion, welche in den heutigen Mittagstunden durchgeführt wurde, konnte zudem verifiziert werden, dass die 28-Jährige gewaltsam zu Tode kam.

Der 35-jährige Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ansbach am Nachmittag dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Der 35-Jährige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Auskünfte im weiteren Verlauf des Verfahrens erteilt die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Ansbach.

Erstellt durch: Michael Petzold

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