Bus- und Güterbranche wollen Fahrerausbildung reformieren

Berlin ( Nachrichtenagentur) – Die Bus- und die Güterverkehrsbranche fordern eine Reform der Fahrerausbildung, um dem dramatischen Mangel an Bus- und Lkw-Fahrern zu begegnen. “Der Fahrernotstand gefährdet akut die Versorgung von und Wirtschaft”, sagte der Vorstandssprecher des Bundesverbandes Güterkraftverkehr und Entsorgung (BGL), Dirk Engelhardt, der “Rheinischen Post”.

Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (BDO), Christiane Leonard, sagte unterdessen, dass nicht nur die Lieferketten gefährdet seien, “sondern auch die bestehenden Angebote im Reise- und Schülerverkehr und darüber hinaus der geplante Ausbau des ÖPNV”. Aktuell fehlen in der Busbranche über 5.000 Fahrer. Im Güterverkehr werden nach Angaben des BGL 80.000 Lkw-Fahrer dringend benötigt. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Verbände, wie etwa in die Berufskraftfahrerqualifikation in die Fahrausbildung zu integrieren.

In erfolge die Berufskraftfahrerqualifikation nach der Fahrausbildung. “Das verlängert und verteuert die erheblich”, heißt es in dem Papier. Außerdem wollen BDO und BGL den Zugang von Fahrern aus Drittstaaten erleichtern. So seien dringend Ausnahmen von der Mindestverdienstgrenze notwendig.

Denn Güterkraftverkehr und Busbranche “sind bei der Besetzung des Fahrpersonals auf die Anwerbung ausländischer Fachkräfte angewiesen”.


Foto: LKW, über dts Nachrichtenagentur

Bus- und Güterbranche wollen Fahrerausbildung reformieren

dts Nachrichtenagentur