NDR Norddeutscher Rundfunk: NDR mit zehn Produktionen auf dem Filmfest Hamburg

Hamburg (ots) –

Das Filmfest Hamburg lädt ein, vom 29. September an Werke unterschiedlichsten Genres auf großer Leinwand zu erleben – darunter zehn Filme, Dokus und Serien an denen der NDR allein oder mit anderen beteiligt ist. So ist gleich der Eröffnungsfilm “Wir sind dann wohl die Angehörigen” über die Entführung von Jan Philipp Reemtsma vom NDR koproduziert. Zum weiteren NDR Angebot gehören u. a. ein neuer “Tatort” mit Axel Milberg und Almila Bagriacik, der Dokumentarfilm “FCK 2020” über Deutschlands Technostar Scooter und die Dokuserie “Reeperbahn Spezialeinheit FD65 – Hamburgs Kampf gegen das organisierte Verbrechen”. Viele der Produktionen sind für eine Auszeichnung oder auch mehrere Preise des Festivals nominiert.

Eine Ehrung vergibt der NDR auf dem Filmfest Hamburg selbst: den mit 5000 Euro dotierten NDR Nachwuchspreis. Ihn wird eine Regisseurin/ein Regisseur für das Langfilmdebüt oder die zweite Regiearbeit bekommen. Der NDR ist auch in diesem Jahr Medienpartner des Filmfests Hamburg.

Die NDR (Ko-)Produktionen auf dem Filmfest Hamburg im Einzelnen:

– Wir sind dann wohl die Angehörigen ()

Donnerstag, 29. September, 19.30 Uhr, Cinemaxx 1 (Eröffnungsfilm)

Buch: Hans-Christian Schmid & Michael Gutmann, Regie: Hans-Christian Schmid

Mit Claude Heinrich, Adina Vetter, Justus von Dohnányi, Hans Löw, Yorck Dippe, Enno Trebs u .a.

Die Geschichte einer Familie im Ausnahmezustand: Hans-Christian Schmids Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Romans von Johann Scheerer erzählt die Entführung von Jan Philipp Reemtsma erstmals aus der Sicht der Angehörigen. Das Filmfest Hamburg zeigt das Drama in einer Weltpremiere.

Für den 13-jährigen Johann ist an einem Morgen des Jahres 1996 plötzlich nichts mehr wie zuvor. “Wir müssen jetzt ein Abenteuer bestehen”, weckt ihn seine Mutter Ann Kathrin. “Jan Philipp ist entführt worden.” Mit der Entführung seines Vaters erlebt der Teenager zum ersten Mal in seinem Leben wirkliche Angst – und wird Zeuge beklemmender 33 Tage. Polizisten verwandeln das Haus in ein hochtechnisiertes Einsatzzentrum und werden zu Mitbewohnern. Komplettiert wird die sonderbare Wohngemeinschaft von Rechtsanwalt Schwenn, einem alten Freund der Familie, und Christian Schneider, einem weiteren Freund, der sich mit Johann besonders gut versteht. Während eine Geldübergabe nach der anderen misslingt, erreichen Johann und seine Mutter die verzweifelten Briefe des Vaters. Und es wird immer deutlicher, dass das Leben von Jan Philipp Reemtsma nur entgegen der Polizeistrategie zu retten ist.

Redaktion: Sabine Holtgreve & Christian Granderath (NDR), Bettina Ricklefs & Claudia Simionescu (BR), Claudia Tronnier & Andreas Schreitmüller (ARTE); Produktion: Britta Knöller & Hans-Christian Schmid

In Zusammenarbeit mit dem BR und ARTE

Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für deutsche Kinoproduktionen

– Lucy ist jetzt Gangster (Film)

Freitag, 30. September, 16.00 Uhr, Abaton

Drehbuch: Till Endemann, Andreas Cordes, Regie: Till Endemann

Mit Valerie & Violetta Arnemann, Brooklyn Liebig, Kostja Ullmann, Franziska Wulf, Lisa Marie Trense, Kailas Mahadevan, Esther Schweins u. a.

Die 10-jährige Lucy ist einfach immer gut drauf und der Überzeugung, dass das “richtige” Eis jeden Menschen trösten kann. Böswilligkeiten, Geheimniskrämerei, Lügen und Betrügen sind ihr fremd – bis zu dem Tag, als die Eismaschine in der Eisdiele ihrer Eltern kaputtgeht und die kleine Familie vor einer Katastrophe steht. Aber Lucy wäre nicht Lucy, wenn sie nicht doch einen Ausweg findet. Sie fasst einen Plan, und bei dem soll ihr ausgerechnet der Klassen-Rowdy Tristan helfen. Während sich Lucy langsam zur teuflischen “Lucyfer” verwandelt, beginnt sich ihre beste Freundin Rima große Sorgen um sie zu machen. Wird Rima Lucys Geheimnis lüften können, ist Tristan so ein “Bad Boy”, wie alle denken? Und wird Lucy die Eisdiele ihrer Familie retten können?

Redaktion: Holger Hermesmeyer (NDR); Produktion: Arek Gielnik (Indi Film), Phanta Film / BosBros (Niederlande) und Senator Film Köln

Der Film eröffnet das Michel Kinder & Jugend Filmfest

Nominiert für den Michel Filmpreis

– Tatort: Borowski und das hungrige Herz (Film)

Sonnabend, 1. Oktober, 18.00 Uhr, Cinemaxx 3

Buch: Katrin Bühlig, Regie: Maria Solrun

Mit Axel Milberg, Almila Bagriacik, Thomas Kügel, Anja Antonowicz, Laura Balzer, Lina Wendel u. a.

Sodom und Gomorrha an der Kieler Förde? In einem Kieler Mietshaus finden Borowski und seine Kollegin Mila Sahin Andrea Gonzor erschossen auf ihrem Bett. Mord oder Suizid? Rechtsmedizinerin Dr. Kroll stellt unterschiedliche Spermaspuren an der Leiche fest. Andrea Gonzor hatte an diesem Abend offenbar zu einer Erotikparty eingeladen. Der einzige Schlüssel zur Aufklärung scheint Andreas Freundin Nele zu sein, die die Tote entdeckt hat. Borowski und Sahin tauchen ein in die Welt von Sex- und Liebessüchtigen. Eine bizarre Schattenwelt inmitten der Stadt an der Förde.

Redaktion: Sabine Holtgreve, Produktion: Kerstin Ramcke & Sabine Timmermann (Nordfilm)

– FCK 2020 – Zweieinhalb Jahre mit Scooter (Dokumentarfilm)

Sonnabend, 1. Oktober, 22.15 Uhr, Cinemaxx 1

Buch / Regie: Cordula Kablitz-Post

Der Musikdokumentarfilm “FCK 2020” von Regisseurin Cordula Kablitz-Post begleitet Deutschlands Technostar Scooter über die letzten zweieinhalb Jahre quer durch Europa – privat, im Studio, auf Reisen, auf Konzerten. Der Titel ist programmatisch: “FCK 2020” begegnet der pandemisch verordneten Vollbremsung aller Aktivitäten mit surrealem Humor, anarchischem Widerstandsgeist und packenden Live- und privaten Archivaufnahmen.

Redaktion: Timo Großpietsch; Produktion: Cordula Kablitz-Post (avanti media fiction GmbH)

Nominiert für den Art Cinema Award

– Die Pfefferkörner (Serie)

Sonntag, 2. Oktober, 11.00 Uhr, Abaton

Buch: Anja Jabs, Regie: Andrea Katzenberger

Mit Jan Friedrichsen, Melody Rose, Charlotte Farhadi, Sophia Grande, Mads Albatros, Tim Ehlert, Meryem Moutaoukkil, Meryem Ebru Öz, Ipek Özgen, Lotta

Folge 237: Die verschwundene Münze

Die 11-jährige Jasina ist mit ihrem Metalldetektor auf archäologischer Schatzsuche, als sie plötzlich einen Schlag auf den Kopf bekommt und ohnmächtig zusammensinkt. Auf einer Parkbank wacht sie wieder auf, ihr Metalldetektor ist verschwunden und auf ihrem Unterarm findet sie die kryptische Drohung: Bleib’ weg, sonst…

Folge 238: Die Kakao-Krake

Moritz erlebt, wie Zivilfahnder im Kakaolager seines Vaters Lars Kokain finden und die Ladung beschlagnahmen. Lars beteuert seine Unschuld, aber da klicken bereits die Handschellen. Moritz steht unter Schock. Überraschenderweise lässt der Zivilfahnder seinen Vater plötzlich wieder frei. Noch kurioser wird die Geschichte, als die Pfefferkörner erfahren, dass es gar keinen offiziellen Polizeieinsatz gegeben hat.

Redaktion: Sandra Le Blanc-Marissal; Produzent: Holger Ellermann (Letterbox Filmproduktion GmbH)

– War Sailor (Film)

Sonntag, 2. Oktober, 17.00 Uhr, Passage Kino

Buch & Regie: Gunnar Vikene

Mit Kristoffer Joner, Pal Sverre Hagen, Ine Marie Wilmann

Basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt das packende Kriegsepos vom entschlossenen Überlebenskampf zwei ziviler Seefahrer. Alfred Garnes und sein Jugendfreund Wally arbeiten auf einem Handelsschiff mitten im Atlantik, als der Zweite Weltkrieg ausbricht. Als unbewaffnete Zivilisten geraten sie plötzlich zwischen die Fronten und müssen jederzeit damit rechnen, dass sie von einem deutschen U-Boot angegriffen werden. Zur gleichen Zeit kämpft sich Alfreds Frau Cecilia in Bergen allein mit den drei Kindern durch den Krieg. Als britische Flugzeuge versuchen, den deutschen U-Boot-Bunker in Bergen zu bombardieren, treffen sie stattdessen eine Grundschule und viele zivile Häuser. Die Folge sind Hunderte von Toten. Die Nachricht erreicht auch Alfred und Wally – und sie fragen sich, ob es zu Hause überhaupt noch etwas gibt, zu dem sie zurückkehren können.

Redaktion: Sabine Holtgreve, Produktion: Karsten Stöter (Rohfilm Factory)

Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für Internationale Kino-Koproduktionen

Nominiert für den Art Cinema Award

– One In A Million (Dokumentarfilm)

Montag, 3. Oktober, 16.00 Uhr, Abaton

Buch und Regie: Joya Thome

“One In A Million” ist ein poetisches Psychogramm der Social-Media-Generation. Der Film erzählt die Geschichte zweier Mädchen – Fan und Idol -, die zwischen Verletzlichkeit und Stärke, zwischen dem äußeren Bild und ihrer inneren Wahrheit schwanken.

Whitney Bjerken ist als sechsjährige Turnerin mit ihrem YouTube Kanal bekannt geworden, der vor allem von ihrem Vater Dave gemanagt wurde. Das Filmteam hat mit dem Dreh begonnen als sie 13 Jahre alt war. Die gleichaltrige Yara aus dem norddeutschen Neumünster pflegt mit ihrem Zwillingsrollenspiel-Account “thebjerkentwins” eine der erfolgreichsten Fan-Pages für Whitney. Der Film begleitet über drei Jahre die Emanzipation der beiden Mädchen von dem, was sie einengt, und erzählt mit viel Feingefühl und immer auf Augenhöhe von ihrem Prozess, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre eigene Stimme zu finden.

Redaktion: Timo Großpietsch, Produktion: Katharina Bergfeld, Martin Heisler (Flare Film)

Nominiert für den Michel Filmpreis

– Meinen Hass bekommt ihr nicht (Film)

Dienstag, 4. Oktober, 18.30 Uhr, Cinemaxx 1

Buch: Jan Braren, Marc Blöbaum, Kilian Riedhof & Stéphanie Kalfon I Regie: Kilian Riedhof

Mit Pierre Deladonchamps, Zoé Iorio, Camélia Jordana, Thomas Mustin, Christelle Cornil, Anne Azoulay, Farida Rahouadj, Yannick Choirat

Ein Mann findet auf den Schrecken des Terrors in Paris 2015 eine berühmt gewordene Antwort: Das aufwühlende Drama beruht auf dem gleichnamigen Bestseller des Journalisten Antoine Leiris. Die Nacht des 13. Novembers 2015 ändert für Antoine alles. Bei einem Attentat im Pariser Club Bataclan verliert er Hélène, die Liebe seines Lebens und Mutter seines erst 17 Monate alten Kindes. Noch völlig unter Schock trotzt er der Gewalt in einem bewegenden Social-Media-Post mit dem Appell: “Meinen Hass bekommt ihr nicht!”. Seine Botschaft geht um die Welt und landet auf der Titelseite von “Le Monde”. In einem surrealen Ausnahmezustand zwischen medialer Aufmerksamkeit und unendlicher Trauer muss Antoine sich nun – vor allem seinem kleinen Sohn Melvil zuliebe – in der neuen Realität zurechtfinden.

Redaktion: Sabine Holtgreve & Christian Granderath (NDR), Andreas Schreitmüller (ARTE); Produktion: Janine Jackowski & Jonas Dornbach (Komplizen Film)

In Zusammenarbeit mit ARTE

Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Kinoproduktionen

– Reeperbahn Spezialeinheit FD65 (Dokuserie)

Donnerstag, 6. Oktober, 18.30 Uhr, Cinemaxx 3

Buch: Ina Kessebohm, Georg Tschurtschenthaler, Florian Fettweis, Christian Beetz; Regie Georg Tschurtschenthaler, Carsten Gutschmidt, Ina Kessebohm

“Reeperbahn Spezialeinheit FD65 – Hamburgs Kampf gegen das organisierte Verbrechen” erzählt von der ersten Polizeieinheit Deutschlands, die in den 1980er-Jahren nach US-amerikanischem Vorbild gegen organisierte Kriminelle vorging. Und dies zu einer Zeit, als die Existenz von Mafia und organisiertem Verbrechen von der Politik und auch von Polizeiverantwortlichen noch öffentlich bestritten wurde. Die fünfteilige Serie steht in der Tradition des erfolgreichsten deutschen Fernsehgenres – von Polizeiserien wie “Tatort” oder “Polizeiruf 110 -, nur hier mit wahren Ermittlern und echten Kriminalfällen in moderner journalistischer Erzählform.

Redaktion: Barbara Biemann & Marc Brasse (NDR), Mark Willock (SWR), Christiane Hinz (WDR), Rolf Bergmann (rbb); Produktion: Christian Beetz (Gebrüder Beetz Filmproduktion), internationaler Vertrieb: OneGate Media

Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen

26. September 2022 / IB

Kontakt:

Newsroom: NDR Norddeutscher Rundfunk
Pressekontakt:
Unternehmenskommunikation
Ralf Pleßmann
Telefon: 040 / 4156 – 2333
Fax: 040 / 4156 – 2199
r.plessmann@ndr.de
http://www.ndr.de

Quellenangaben

Bildquelle: NORDDEUTSCHER RUNDFUNK Wir sind dann wohl die Angehörigen Johann (Claude Heinrich) und Ann Kathrin (Adina Vetter) © NDR/23/5 Filmproduktion GmbH, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung “Bild: NDR/23/5 Filmproduktion GmbH” (S2). NDR Presse und Information/Fotoredaktion, Tel: 040/4156-2306 oder -2305, pressefoto@ndr.de / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6561 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
Textquelle: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/6561/5330262

NDR Norddeutscher Rundfunk:  NDR mit zehn Produktionen auf dem Filmfest Hamburg

Presseportal