IW: Deutschland schlittert in Rezession

Köln ( Nachrichtenagentur) – schlittert nach Einschätzung des Instituts der Deutschen (IW) in eine Rezession. Laut der neuen Konjunkturprognose des IW, die am Dienstag veröffentlicht wurde, wird das Bruttoinlandsprodukts (BIP) im kommenden Jahr um 1,75 Prozent schrumpfen.

In diesem Jahr rechnen die Ökonomen nur noch mit einem Anstieg des BIP von 1,25 Prozent. Nach der Coronakrise verursache der in der eine Energiekrise, hieß es zur Begründung. Historisch hohe Inflationsraten belasten laut IW und private Haushalte gleichermaßen. In vielen Branchen sei unklar, ob es in den kommenden Monaten genug Rohstoffe und Vorprodukte geben werde.

Gleichzeitig breche die Nachfrage ein: Hohe Inflationsraten belasten die Deutschen, größere Anschaffungen werden, wenn möglich, verschoben. Die wesentlichen Verursacher dieser Lage dürften laut Institut auch im kommenden Jahr und Wirtschaft beschäftigen: Voraussichtlich werde der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auch im Winter nicht enden. Für die deutsche Wirtschaft folge daraus, dass auch weiterhin teuer bleibe. Hinzu komme, dass die Pandemie nach wie vor Spuren hinterlasse: Produktionsprozesse blieben gestört, internationale Lieferketten gerieten immer wieder ins Stocken.

In vielen Branchen fehlen Tausende Fachkräfte – das trübe die künftigen Aussichten zusätzlich. “Alles deutet darauf hin, dass Deutschland unkontrolliert in eine Rezession schlittert”, sagte IW-Direktor Michael Hüther. Der Staat müsse jetzt “massiv gegensteuern”, bevor es endgültig zu spät sei. “Die bisherigen Entlastungen für sind wichtig, doch sollte die die Unternehmen nicht vergessen, die aufgrund der hohen Energiekosten überfordert sind.”

Diese sollten “umfangreich unterstützt werden” – notfalls mit einem Aussetzen der Schuldenbremse, so Hüther.


Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

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dts Nachrichtenagentur