Caritas international: Caritas fordert massiven Ausbau der Katastrophenvorsorge

Freiburg (ots) –

Angesichts fortschreitender Erderhitzung und der damit einhergehenden Verdoppelung der Zahl klimabedingter Naturkatastrophen in den vergangenen 20 Jahren fordert der Deutsche Caritasverband eine deutliche Ausweitung der Katastrophenvorsorge. “Die Menschen, die gerade millionenfach Opfer von Überschwemmungen in Pakistan oder dramatischer Dürre in Somalia werden, haben am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen, leiden aber am meisten unter deren Folgen. unterstreicht Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes. “Die Arbeit der Katastrophenhilfe von ist immer stärker gefordert. Als einer der großen Treibhausgas-Emittenten der Welt ist es unsere Verantwortung, die Menschen in den Ländern des Globalen Südens darin zu unterstützen, dass sie sich gegen die Folgen der Klimakrise bestmöglich schützen können”, betont die Präsidentin.

Katastrophenvorsorge sei fundamentaler Bestandteil weltweiter Klimagerechtigkeit, so Welskop-Deffaa. Dafür bedürfe es entsprechender finanzieller Unterstützung. Es sei nicht hinzunehmen, dass es den Industriestaaten laut OECD noch immer nicht gelinge, ihre bereits in Kopenhagen 2009 gegebene Zusage einzuhalten, den Entwicklungsländern 100 Milliarden US-Dollar jährlich für und -anpassung bereitzustellen; auch die deutsche Bundesregierung stehe diesbezüglich in der Pflicht.

Durch wirksame Prävention konnte die Zahl der Todesopfer in Folge von Naturkatastrophen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert werden; so nach den Zyklonen “Fani” und “Amphan” in Südostasien in den Jahren 2019 und 2020. Zu diesem Erfolg haben beispielsweise Frühwarnsysteme, lokale Katastrophen-Komitees, verbesserte Vorratshaltung, Hurrikan-Schutzbauten und ein effektiveres Wassermanagement beigetragen. Für solche Vorsorgemaßnahmen hat Caritas international, die Katastrophenhilfe der deutschen Caritas, ihre Anstrengungen seit 1990 kontinuierlich ausgebaut.

Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa: “Klimagerechtigkeit erfordert konsequentes Handeln von zwei Seiten: Zum einen müssen wir klimaschädliche Produktionsweisen und Konsummuster ändern, um den CO2-Ausstoß möglichst schnell deutlich zu verringern. Die Durchsetzung der international vereinbarten Klimaschutzziele muss gerade auch in den westlichen Industriestaaten konsequent verfolgt werden. Zum anderen müssen die Menschen in den Ländern des globalen Südens in die Lage versetzt werden, sich effektiv vor Naturkatastrophen zu schützen. Tatenlosigkeit gefährdet weltweit Menschenleben massiv – auch in Deutschland.” Das habe uns im vergangenen Jahr die Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen drastisch vor Augen geführt. Welskop-Deffaa: “Nur im Miteinander von zupackendem freiwilligem Engagement und qualifizierter beruflich organisierter Hilfe konnten Caritas und Malteser in den Tälern von Ahr und Erft schnell und nachhaltig helfen. Die Coproduktion von Ehrenamt und Hauptamt ist das Proprium der Arbeit der Wohlfahrtsverbände. Wirksame Katastrophenvorsorge muss dieses Zusammenspiel nutzen und stärken – national und international.”

Der 13. Oktober ist von den Vereinten Nationen 1989 zum Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge (https://iddrr.undrr.org/) erklärt worden. Der UN-Tag soll das Bewusstsein für die Bedeutung der Katastrophenprävention schärfen.

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 166 nationalen Mitgliedsverbänden.

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Quellenangaben

Bildquelle: Die Zahl klimabedingter Naturkatastrophen wie Dürren, Hochwasser und Wirbelstürme haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren verdoppelt. Um Menschen zu schützen braucht es mehr und bessere Katastrophenvorsorge. Bente Stachowske/Caritas international / Copyright Caritas international, Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten, Tel: 0761/ 200-288 / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/67602 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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