Amnesty warnt nach Todesfall bei Polizei-Einsatz vor Tasern

Dortmund/ (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Todesfall bei einem Dortmunder flammt die Diskussion über die Risiken der Distanzelektroimpulsgeräte (Taser) wieder auf. Amnesty International appellierte an die Landesregierung von NRW, die Ausrüstung der mit Distanzelektroimpulsgeräten kritisch zu überprüfen.

Mathias John, Rüstungsexperte bei Amnesty International in , sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Freitagsausgaben): “Der tragische Todesfall im Zusammenhang mit einem Taser- in Dortmund zeigt erneut die gefährlichen Risiken des Einsatzes von Distanzelektroimpulsgeräten insbesondere im Streifendienst bei der Polizei.” Dabei seien Menschen mit einem besonders hohen Risiko des Herz- oder Atemstillstands besonders gefährdet, gerade auch deshalb, weil man ihnen nicht immer ansehen könne, dass sie Risikopersonen seien. “So kann es unter anderem in zugespitzten Situationen unter Zeitdruck zu tragischen Fehlentscheidungen für einen Einsatz der Elektroschockwaffe kommen. Daher fordert Amnesty International weiterhin, dass die Elektroschockwaffen nicht im allgemeinen Streifendienst der Polizei verwendet werden”, so John.

Das Land NRW solle daher “auf eine Ausweitung der Ausrüstung mit Distanzelektroimpulsgeräten für die tägliche Polizeiarbeit verzichten.”


Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Kontakt:

Newsroom: dts Nachrichtenagentur
Pressekontakt: Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Mansfelder Straße 56

06108 Halle (Saale)

Deutschland

Amnesty warnt nach Todesfall bei Polizei-Einsatz vor Tasern

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
×