Neuer englischer Premierminister wird es schwer haben

Aktuell hat es den Anschein, als würde in Großbritannien das politische Chaos herrschen. Nach einer glücklosen Liz Truss, die nur 44 Tage lang in der Downing Street wohnen durfte, tritt jetzt Rishi Sunak ihre Nachfolge an. Wie denken die Briten über ihren neuen Premierminister und die Tatsache, dass seine Frau mehr Geld als der König hat?

Kompetent in schwieriger Lage

Ein englischer Premierminister hat es nie ganz so einfach, irgendjemand hat immer etwas an ihm auszusetzen. Der neue Premier war im Kabinett von Liz Truss Finanzminister und kennt sich daher auf den internationalen Finanzmärkten gut aus. Seine Wahl wird die Märkte wahrscheinlich etwas beruhigen, was wiederum für einen zumindest vorübergehenden Frieden in der Konservativen sorgt. Sunak hat jedoch anscheinend Probleme in der eigenen Partei, denn bei der Abstimmung der Konservativen lag er noch hinter Liz Truss. Die Mehrheit stimmte für sie, was ihr aber wenig gebracht hat.

An Popularität gewinnen

Der neue Bewohner in der Downing Street No. 10 braucht jetzt vor allem ein positives Image, außerdem muss er dringend an Popularität gewinnen. Die Briten haben mit vielen alltäglichen Problemen zu kämpfen, denn neben der Klimakrise, setzt ihnen auch die Inflation zu. Viele Briten fürchten sich vor Verarmung und ob ein Premierminister, dessen Frau reicher ist als König Charles III., bei der gut ankommt, ist mehr als fraglich. Sunak steht vor denkbar schweren Aufgaben, die Briten durch die Krise zu führen.

Die Wetten laufen bereits

Die Briten für ihr Leben gern und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass jetzt schon Wetten auf die Amtsdauer des neuen Premiers abgeschlossen werden. Bei Liz Truss hieß die Wette: Wer hält sich länger, die Premierministerin oder ein Salatkopf? Gewonnen hat der Salatkopf. Wer nicht wetten will, muss abwarten, denn die nächsten regulären zum britischen Unterhaus werden erst wieder im Jahr 2024 sein. Bis dahin kann im Vereinigten Königreich noch so einiges passieren.

Bild: @ depositphotos.com / meunierd

Neuer englischer Premierminister wird es schwer haben

Nadine Jäger