Wort & Bild Verlag – Verlagsmeldungen: Dr. Ulrike Koock: “Der Ton hat sich verschärft”

Baierbrunn (ots) –

Dr. Ulrike Koock ist nicht nur Allgemeinmedizinerin auf dem Land, sondern als “Schwesterfraudoktor” auch in den sozialen Medien aktiv, wo sie über ihren Alltag als Medizinerin bloggt. Im “Frau Doktor, übernehmen Sie!” (https://www.apotheken-umschau.de/podcast/serie/frau-doktor-uebernehmen-sie-ueber-frauenkarrieren-in-der--834213.html) spricht sie mit Apotheken Umschau-Chefredakteurin Julia Rotherbl darüber, warum ein dickes Fell nicht nur auf Twitter nötig ist, weshalb Männer, die bloggen, immer Stethoskop tragen – und was sie über die Teilzeitfalle denkt.

Schwesterfraudoktor” – ein Blogger-Pseudonym mit Geschichte: Denn als Dr. Ulrike Koock vor einigen Jahren noch in der Notaufnahme tätig war, wurde sie – gerade von älteren Patient:innen – nur selten für eine Ärztin gehalten. “Die haben mich mit ‘Schwester’ angesprochen und dann verdattert noch ‘Frau Doktor’ hinterhergeschoben, wenn sie mein Schild gesehen haben”, erzählt Ulrike Koock. “Das hat mich früher maßlos gestört, jetzt mit über 40 gehe ich lockerer damit um.”

Inzwischen arbeitet Ulrike Koock in einer Landarztpraxis – in Teilzeit. Und auch ihre Facharztausbildung macht sie in Teilzeit. Steckt sie in der Teilzeitfalle? “Irgendwie schon”, sagt Ulrike Koock. Andere in ihrem Alter würden schließlich deutlich früher im Praxis-Alltag einsteigen und haben oft schon mit Anfang 30 ihre fachärztliche Ausbildung beendet.

Durch ihre Präsenz auf Twitter wurde der Blog “Schwesterfraudoktor” bekannt: Er hat mittlerweile knapp 70.000 Follower und bekam sogar den “Goldener Blogger”-Award, der seit 2007 verschiedene Social-Media-Projekte auszeichnet. Wäre es hilfreich, wenn mehr Ärztinnen es ihr gleichtäten und Präsenz in den Medien zeigten? “Es gibt gar nicht so wenige”, findet Ulrike Koock. “Aber die meisten Frauen neigen nicht zur Selbstdarstellung. Wenn man sich die Instagram-Accounts von Männern anschaut, heißen die immer ‘Doc Irgendwas’ und haben immer ein Stethoskop um den Hals! Frauen inszenieren sich nicht so, sie wollen mit ihrem Wissen und ihrem Können beeindrucken und sich nicht einfach nur darstellen.”

Der Ton in den sozialen Netzwerken ist nicht immer freundlich – und hat gerade durch die Corona-Debatte an Schärfe gewonnen. “Das ist tragisch und teilweise katastrophal”, sagt Koock. “Ich habe das Gefühl, das ganze Medium ist toxisch geworden, viele Menschen hauen ihren ganzen Hass raus, weil es anonym geht.” Und selbst im Praxis-Alltag, findet die Ärztin, sei der Umgang heute rauer. “Die Menschen sind unfreundlicher geworden. Der Ton hat sich verschärft.” Trotzdem ist sie sicher: Die Tätigkeit in der Landarztpraxis ist der Beruf, der sie erfüllt. Einer, den sie jeder und jedem ans Herz legen würde.

“Frau Doktor, übernehmen Sie!” auf einen Blick

Apotheken Umschau-Chefredakteurin Julia Rotherbl spricht mit Frauen aus der Medizin-Branche und geht der Frage nach, wie sie Karriere gemacht haben, welche Hürden es gab und welche Lösungen sie für sich und andere gefunden haben. “Empowerment” ist das zentrale Thema, denn Frauen in Führungspositionen sind in der Medizinbranche stark unterrepräsentiert. Die geteilten Erfahrungen sollen jungen Frauen Mut machen, ihnen Wege aufzeigen und sie beim Netzwerken unterstützen. “Frau Doktor, übernehmen Sie!” erscheint unter der neuen Marke Apotheken Umschau Pro, die sich an alle Professionals im Gesundheitswesen richtet und ganz konkrete, praxisrelevante Informationen für den Berufsalltag bietet.

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