Wieder Corona in China und ein neuer Lockdown

Mehr als 34.000 neue Infektionen mit landesweit werden aus gemeldet, und damit so viele wie noch nie seit dem Beginn der Pandemie vor knapp drei Jahren. In Zhengzhou, der der Provinz Henan, kam es zu gewaltsamen Protesten. Die in Peking verhängte daraufhin über die zwölf Millionen Metropole einen neuen Lockdown.

Eine geringe Zahl

Corona in China ist ein nicht enden wollendes Thema. Gemessen an einer Gesamtbevölkerung von mehr als 1,4 Milliarden Menschen, ist der Ausbruch mit 31.444 Infektionen in Zhengzhou verschwindend gering. China ist aber die Letzte der großen Volkswirtschaften, die eine sehr rigide Null-Covid-Politik verfolgt. Sogar kleine Ausbrüche führen zu einem Lockdown oder zur kompletten Abriegelung ganzer Städte. Betriebe werden geschlossen, wie jetzt in Zhengzhou, wo die Arbeiter einer Fabrik, die für Apple tätig ist, protestiert haben. Die Schließungen der Fabriken belastet den Alltag, aber vor allem die des Landes stark.

Schlechte Bezahlung und harte Strafen

Die Proteste der Arbeiter richten sich nicht nur gegen die Schließung der Fabriken, sondern auch gegen die schlechte Bezahlung. Dies gilt besonders für Foxconn, den Zulieferer von Apple. In der Fabrik soll es deshalb zur gekommen sein. Die Verantwortlichen entschuldigten sich und sprachen von einem „technischen Fehler“ im Computersystem, was für die Gehaltsbuchhaltung zuständig ist. Das will in Zukunft dafür sorgen, dass die „Bezahlung auch tatsächlich den Vereinbarungen entspricht“.

Der neue Lockdown

Die haben über einige Stadtbezirke der Metropole einen Lockdown verhängt. Die Einwohner dürfen den Bezirk nur dann verlassen, wenn sie einen negativen Test vorweisen können und eine Erlaubnis der Behörden haben. Den Menschen wird zugleich geraten, nur in wirklich dringenden Fällen das Haus zu verlassen. In acht Bezirken von Zhengzhou müssen alle Bewohner außerdem für die Dauer von fünf Tagen jeden Tag einen Corona-Test machen lassen. Ab Freitag startet der neue Lockdown und dieses Mal sind davon sechs Millionen Menschen betroffen, die Hälfte der Einwohner der chinesischen Stadt.

Bild: @ depositphotos.com / rakshashelare

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Nadine Jäger