Neue Landingpage www.nicht-wegsehen.net – Zielgenaueres Angebot für …

Freiburg (ots) –

Die Anzahl der Hinweise auf sexuelle Ausbeutung Minderjähriger an steigt stark an – bereits im Jahr 2020 gab es einen Anstieg um 42 % im Vergleich zum Vorjahr. Darauf reagiert ECPAT gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt, NINA e.V. und jugendschutz.net mit der Veröffentlichung einer neuen Landingpage zur Meldeplattform [1] www.nicht-wegsehen.net. Ziel ist es, den Nutzer*innen eine leichtere Handhabe bei Verdachtsfällen zu ermöglichen und somit die richtige Anlaufstelle schnell zu finden. Andrea Wagner, Geschäftsführerin von ECPAT Deutschland e.V., dankt den Partnerorganisationen für die Zusammenarbeit und betont: “Die Bündelung der unterschiedlichen Anlaufstellen auf der neuen Startseite ermöglicht es, zielgenau und niedrigschwellig Verdachtsfälle zu melden und das braucht es, um den Schutz von Kindern zu ermöglichen”.

ECPAT betreibt seit 2014 zusammen mit dem Bundeskriminalamt (BKA) die Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net für Hinweise zu sexueller Ausbeutung Minderjähriger im Tourismus und auf Reisen. Hans- Joachim Leon, Leiter der Gruppe “Gewalt- und Sexualdelikte” des BKA warnt: “Seitdem ist die Anzahl der Hinweise stark angestiegen”. Die Meldeplattform bietet Reisenden die Möglichkeit, Hinweise auf sexuelle Ausbeutung Minderjähriger im Ausland an ECPAT oder das BKA zu melden – dieses Angebot bleibt auch weiterhin bestehen. Bei ECPAT eingehende Verdachtsfälle werden ausgewertet und gegebenenfalls an nationale und internationale Partnerorganisationen weitergegeben.

Zunehmend sind in den letzten Jahren auch Hinweise auf mögliche Kindeswohlgefährdungen in Deutschland sowie Hinweise auf sexuelle Ausbeutung im digitalen Raum eingegangen. So machten im Jahr 2021 die gemeldeten Verdachtsfälle mit Onlinebezug mit 51 % den größten Anteil der Meldungen aus. Um diesem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden, hat ECPAT Kooperationen mit Partnerorganisationen initiiert. NINA e.V. bietet telefonisch und online Beratung bei sexualisierter Gewalt an Minderjährigen in Deutschland. Hinweise auf sexualisierte Gewalt im können an jugendschutz.net gemeldet werden.

ECPAT Deutschland e. V.

Die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der vor sexueller Ausbeutung – ECPAT Deutschland e.V. ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 28 Organisationen, Hilfswerken und Beratungsstellen. Die Fachstelle wurde 2001 gegründet und ist Teil des internationalen ECPAT Netzwerkes mit Sitz in Bangkok/Thailand. ECPAT engagiert sich in den Arbeitsbereichen Politik, Justiz, Wirtschaft und Bildung und führt in Zusammenarbeit mit (nicht-)staatlichen Partnerorganisationen Maßnahmen und Projekte zur Sensibilisierung der Fachöffentlichkeit, zur Entwicklung von Präventivmaßnahmen und zur Schaffung der rechtlichen Grundlagen zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung durch. Um das langfristige Bestehen dieser Angebote zu sichern ist ECPAT auf Spenden (https://www.kd-onlinespende.de/organisation-einbettung.html?id=23) angewiesen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ecpat.de sowie hier (https://www.nicht-wegsehen.net/wp-content/uploads/2022/09/Broschuere_Meldungen-2021.pdf) die Evaluation der Meldeplattform 2021.

[1] Diese Maßnahme wird gefördert durch finanzielle Mittel des Bundesfamilienministeriums, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Kontakt:

Newsroom: ECPAT Deutschland e.V.
Pressekontakt: Andrea Wagner
Geschäftsführung ECPAT Deutschland e.V.
wagner@ecpat.de
0157 9237 7011 sowie Bundeskriminalamt
Pressestelle
0611/55-13038
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Quellenangaben

Textquelle: ECPAT Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/53628/5395731

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