Zerplatzter Traum Klaus Thomas Heck zum “Aquadom” in Berlin

Mainz (ots) –

Im südhessischen Pfungstadt dürfte man am Freitag ein wenig erleichtert gewesen sein, dass aus “Shark City” nichts worden ist. 2021 war das geplante Großaquarium endgültig gescheitert. Nun ist in Berlin ein ähnliches Projekt sprichwörtlich geplatzt – tausende Fische verendeten. Es ist ein schmaler Grat, auf dem die Betreiber solcher Anlagen wandeln. Ebenso wie mancher Zoo. Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, werden dadurch einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Das kann das Verständnis für den Artenschutz erhöhen. Und so manche in freier Wildbahn längst ausgerottete Art konnte die vergangenen Jahrzehnte nur dank Nachzuchten hinter Gittern oder Panzerglas überleben. Doch kommerzielle Anlagen wie der nun zerplatzte “Aquadom”, die das vielfältige Leben aus allen Weltmeeren auf viel zu engem Raum zusammenpferchen und ausstellen, erfüllen diese Funktion nicht. Ein Zylinder von gerade mal elf Metern Durchmesser für Tiere, die normalerweise Tausende Kilometer pro Jahr schwimmen? Wie erstrebenswert mag so ein Leben wohl sein? Wer unseren Mitgeschöpfen solche Schicksale ersparen will, der sollte sich umso mehr dafür einsetzen, dass sie in ihren natürlichen Habitaten überleben können. Doch stattdessen gehen der Raubbau an der Natur und ihre globale Vermüllung munter weiter. Und die bislang spärlichen Ergebnisse des noch bis Montag laufenden Weltnaturgipfels in Montreal deuten nicht darauf hin, dass sich daran etwas ändern wird. Einige Schwellen- und Entwicklungsländer haben die Verhandlungen zur Ausweisung neuer Schutzgebiete zeitweise sogar aus Protest verlassen. Die Aussichten für die Artgenossen der Tiere aus dem Berliner “Aquadom”, so scheint es, sind weiterhin nicht allzu gut.

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