Neue Sonderausstellung – Anna Syberg- Die Schönheit des Augenblicks …

Kopenhagen (ots) –

Anna Syberg war einer der härtesten und empfindsamsten Menschen, die ich je gekannt habe, eine Kriegerin und eine Freundin, Mutter, Künstlerin und ungebändigte Frau.

Johannes V. Jensen, Aarbog 1917,

Diese Worte schrieb Anna Sybergs enger Freund Johannes V. Jensen drei Jahre nach ihrem Tod 1914. Jahre zuvor hatte die Künstlerin bei ihrem Debüt auf der Frühjahrsausstellung auf Schloss Charlottenborg 1898 mit ihren detaillierten Aquarellen Aufmerksamkeit erregt. Die Gründer der Sammlung Hirschsprung, Pauline und Heinrich Hirschsprung, waren von den Werken der jungen Künstlerin so begeistert, dass sie umgehend die beiden ausgestellten Aquarelle Krokus, Hyazinthen und Tulpen und Chrysantheme erwarben.

SCHNELL UND GNADENLOS

Anna Syberg – die Schönheit des Augenblicks richtet den Fokus auf Anna Sybergs malerische Wildheit und Sensibilität und präsentiert ihre künstlerische Herangehensweise an das Aquarell als wesentlichen Beitrag zur dänischen Kunstgeschichte.

Anna Syberg erneuerte die Blumenmalerei und zeichnete sich insbesondere durch ihre Aquarelltechnik aus, wobei sie Bleistiftskizzen, transparente Wasserfarbe und schwarze Konturen aus Tusche übereinanderschichtete und damit Pflanzen und Blumen mit technischer Überlegenheit zur Entfaltung brachte. Die Aquarelltechnik ist schnell und gnadenlos, doch Anna Syberg beherrschte sie zur Perfektion. Abgesehen von vereinzelten figurativen Gemälden fand sie ihre Motive unter Blumen und Pflanzen, in den häuslichen Vasen und Blumentöpfen, im Garten sowie in Freiluftstudien in der Natur.

MODERNES BILD- UND KUNSTVERSTÄNDNIS

Mit ihrem experimentellen Ansatz in Sachen Motivdisposition und Verhältnis zwischen Skizze und fertigem Werk beweist Anna Syberg ein modernes Bild- und Kunstverständnis, das sie zu einer bedeutenden Künstlerin macht, nicht nur innerhalb der Fünenmaler, sondern als Teil der künstlerischen Strömungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts neue Arbeitsweisen mit dem Aquarell als Medium markierten.

Anna Syberg – die Schönheit des Augenblicks präsentiert insgesamt 65 Werke. Darunter auch einzelne Werke von u. a. Fritz Syberg und Nicolaus Lützhøft. Die Werke sind Leihgaben von Privatpersonen und dänischen Museen, allen voran des Faaborg Museums, und Besuchern bietet sich die seltene Gelegenheit, Anna Sybergs Bilder im Rahmen einer großen Ausstellung zu sehen. Die Werke werden nicht oft gezeigt, da sie kein Licht vertragen. Aus diesem Grund ist das Licht in den Ausstellungsräumen des Museums gedämpft.

KÜNSTLERINNEN DES 19. JAHRHUNDERTS SICHTBAR MACHEN

Die Ausstellung umfasst eine Auswahl an Archivmaterial, Briefzitaten, Fotografien und Porträts von Anna Syberg, die Einblicke in die damaligen sozialen, kulturellen und geschlechtlichen Bedingungen gewähren, in denen sie sich als Künstlerin und Mensch bewegte. Die Sammlung Hirschsprung arbeitet seit einigen Jahren strategisch daran, die Repräsentation der Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts in den Sammlungen des Museums auszubauen und sichtbar zu machen. Die Ausstellung Anna Syberg – die Schönheit des Augenblicks reiht sich in dieses Bestrebenein.

Anna Syberg

Anna Syberg (1870 – 1914) wuchs in Faaborg als Tochter des Dekorations- und Malermeisters Syrak Hansen auf, dessen Werkstatt und Zuhause zu einem Treffpunkt für den Kreis um Anna und ihren Bruder Peter Hansen wurden. Beide waren zentrale Figuren der Künstlerkolonie, die in den 1890er Jahren in Faaborg entstand.

Ihren ersten künstlerischen Unterricht erhielt Anna Syberg von ihrem Vater an der Technischen Schule in Faaborg. Bereits in jungen Jahren zog sie nach Kopenhagen, wo sie in Zeichnen und Malerei unterrichtet wurde. Anschließend arbeitete sie als Dekorationsmalerin in der Königlich Dänischen Porzellanmanufaktur. 1894 heiratete sie den Maler Fritz Syberg und zog mit ihm nach Fünen. Das Paar unternahm mehrere Auslandsreisen, bekam sieben Kinder und schuf sich ein gemeinsames Künstlerzuhause, zuerst in Svanninge und später in Kerteminde.

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Sofie Olesdatter Bastiansen, cand.mag. und Kuratorin am Faaborg Museum, und Rune Gade, Ph.D. und Dozent in Kunstgeschichte, sowie der preisgekrönten Autorin Merete Pryds Helle.

Anna Syberg – die Schönheit des Augenblicks ist eine Zusammenarbeit mit dem Faaborg Museum, wo sie 2020 zu sehen war. Die Szenografie der Ausstellung wurde von der Ausstellungsarchitektin Anne Schnettler gestaltet.

Die Ausstellung wird unterstützt von: Arne v. Schleschs Fond; Billedhuggeren, professor Gottfred Eickhoff og hustrus, maleren Gerda Eickhoffs Fond; Erik Birger Christensens Fond; Furi Appel og Gunnar Niskers Fond; Konsul George Jorck og Hustru Emma Jorck’s Fond; Lizzie og Ejler Ruges Kunstfond; Lizzi og Mogens Staal Fonden; Nikolai og Felix Fonden; Ny Carlsbergfondet; Spar Nord Fonden; William Demant Fonden

Pressebilder:

Anna Syberg: Blühender Blattkaktus, 1903. Faaborg Museum

Nicolaus Lützhøft: Doppelporträt von Fritz und Anna Syberg, 1893. Faaborg Museum

Anna Syberg: Krokus, Hyazinthen, Tulpen, 1898. Die Sammlung Hirschsprung.

Anna Syberg: Chrysantheme, 1898. Die Sammlung Hirschsprung

Anna Syberg: Trauben in einem Gewächshaus, 1903 Faaborg Museum

Archivfoto: Anna und Fritz Syberg. Faaborg Museum

Pressebilder in hoher Auflösung zum Download finden Sie hier: https://www.hirschsprung.dk/kontakt-museet/presse

Kontakt:

Newsroom: Den Hirschsprungske Samling
Pressekontakt: Für weitere Informationen zur Ausstellung und Pressebilder in hoher Auflösung wenden Sie sich bitte an:
Cecilie Monggaard Wenstrup
Pressebeauftragte
cecwen@hirschsprung.dk
Tel.: +45 3544 0944
Lejla Mrgan
Kuratorin
lejmrg@hirschsprung.dk
Tel.: +45 3544 0932

Quellenangaben

Bildquelle: Anna Syberg: Blühender Blattkaktus, 1903 / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/167530 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.
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