Freitag, 13. Januar 2023, 18.00 Uhr

Bonn (ots) –

“Straftäter müssen bestraft werden, egal, woher sie kommen, ohne die Straftäter dabei zu ethnisieren”, fordert die Filmemacherin und Menschenrechtlerin Düzen Tekkal. Sie kritisiert die Integrationsdebatte, die nach den Gewalt-Vorfällen in der Silvesternacht begann. Wie schwierig der Umgang in Deutschland mit Migrationsfragen sei, zeige sich genau an diesen Diskussionen, so Tekkal weiter: “Und das zeigt, dass immer wieder dieselben Spaltungsdynamiken bedient werden, von Opfer, Verfolger und Retter. Und ich sag immer: Leute, wir müssten doch schon viel weiter sein.”

In der Sendung “ persönlich” spricht phoenix-Moderator Alexander Kähler mit Düzen Tekkal, Gründerin der Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help über die Integrationsdebatte, ihr Engagement für die kurdische Minderheit der Jesidinnen und Jesiden und über die Proteste im Iran.

“Ich glaube, der wichtigste “Erfolg” ist, wenn man das in diesem Zusammenhang überhaupt sagen darf, weil es eine sehr blutige Angelegenheit ist, dass die Toten aus dem Iran und das Mullah-Regime plötzlich eine Rolle spielen”, erklärt Düzen Tekkal mit Blick auf die anhaltenden Demonstrationen und Proteste im Iran. “Also, dass wir die Menschen sehen, dass wir die Geschichten dahinter sehen, dass das Mullah-Regime nicht mehr ungehindert weitermorden kann, und wir weiterhin Wirtschaftsbeziehungen aufrechterhalten, ohne, dass es kritisiert wird. Dass diese Wirtschaftsbeziehungen weitergehen, ist skandalös genug.”

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