Je mehr Natur, umso weniger Medikamente

Je mehr , umso weniger Medikamente

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Forscher aus Finnland haben jetzt erstaunliches herausgefunden: Ein Spaziergang in der Natur senkt die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen zu Medikamenten greifen. Eine Gruppe kann von dem Aufenthalt in der Natur besonders profitieren. Die Hilfe aus der Natur ist etwas, was den Menschen gut bekommt. Dies gilt vor allem für Patienten, die Psychopharmaka einnehmen, sie brauchen weniger Medikamente, wenn sie viel an der frischen Luft sind.

Mehrmals in der Woche

Wie das Fachmagazin „Occupational & Environmental Medicine“ berichtet, ist die Chance groß, die Medikamente, die bei seelischen eingenommen werden, um ein Drittel zu . Alles, was die Betroffenen tun müssen, ist drei- bis viermal in der Woche ins Grüne zu gehen. Ein Picknick, das Gärtnern im eigenen Schrebergarten oder nur ein Spaziergang durch einen Park kann schon effektiv dabei helfen, weniger Medikamente schlucken zu müssen. Wenn die Erkrankten regelmäßig Grünflächen aufsuchen, reicht oftmals schon ein Viertel weniger aus.

Langfristige Besserung

Angstzustände, Depressionen und Schlaflosigkeit gehören neben Asthma und Bluthochdruck zu den Krankheiten, unter denen immer mehr Menschen leiden. Die aus Finnland hat jetzt nachgewiesen: Wenn die Probanden in der warmen Jahreszeit regelmäßig in Parks, Zoos, Wäldern, Wiesen oder Gärten unterwegs waren, hat sich die Einnahme von Medikamenten deutlich verringert. Wer mehrmals in der Woche nur für eine halbe Stunde in der freien Natur ist, schläft besser und leidet weniger unter Depressionen. Der Blutdruck normalisiert sich und sogar bei Patienten mit chronischem Asthma trat eine Verbesserung ein.

Eine Überraschung

Je mehr Natur, umso weniger Medikamente – so lautet das der Forscher aus Skandinavien. Sie machten zudem eine weitere, überraschende Entdeckung. Der Zusammenhang zwischen Natur und Medikamenten war besonders stark bei Menschen, die nur ein niedriges Einkommen zur Verfügung haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass diejenigen, die nur wenig verdienen, über weniger gesundheitsfördernde Ressourcen verfügen. Ein Yogakurs oder der Besuch im Fitnessstudio ist mit Kosten verbunden, ein Spaziergang durch die Natur jedoch nicht. Dies hat nach Ansicht der Forscher einen positiven Effekt.

Bild: @ depositphotos.com / kanareva

Je mehr Natur, umso weniger Medikamente

Nadine Jäger
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