Jerusalema Challenge – gut gemeint und teuer bezahlt

Gute Laune und ein Stimmungsaufheller in dunklen Pandemie-Zeiten – mehr wollten die Schulkinder, Polizisten, Ärzte, Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Pfleger eigentlich nicht. Sie riefen die Jerusalema Challenge ins Leben und tanzten zu dem Song. Das, was so gut gemeint war, müssen sie jetzt teuer bezahlen.

Warum die Jerusalema Challenge?

Worum geht es eigentlich bei der Jerusalema Challenge? So heißt der Song des DJs Master KG aus Südafrika. Das Lied ist vor allem in den sozialen Medien sehr beliebt und erfolgreich. Dazu passend gibt es einen Gruppentanz, der weltweit für gute Laune sorgt. Es waren vor allem die Mitarbeiter in den sozialen und pflegenden Berufen, die diesen Song samt Tanz als Video aufnahmen, um so zu zeigen: Wir haben zwar viel , aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Was die vielen Krankenhäuser, die Polizeiwachen und die Feuerwehren dabei aber nicht bedacht haben: Es gibt sogenannte Lizenzgebühren.

Post von Warner Music

Alle, die im Video zusammen getanzt haben, bekamen jetzt Post von Warner Music, dem Musikunternehmen, bei dem DJ Master KG unter Vertrag ist. Teilweise wurden Beträge im vierstelligen Bereich gefordert. Die rechtliche Lage ist jedoch sehr kompliziert und das Ganze für die Betroffenen ein echter Crashkurs zum Thema Urheberrecht. Die Nutzung des Titels des südafrikanischen DJs ist urheberrechtlich geschützt und wer den Titel nutzt, muss eben dafür bezahlen.

Die Stadtwerke Lüdenscheid waren clever

Nur wenige haben sich vorher abgesichert, wie die Stadtwerke in Lüdenscheid. Eine Mitarbeiterin hatte eine Art Lizenzvertrag mit dem Inhaber der Rechte geschlossen. Nach zahlreichen Protesten zeigt sich Warner Music jetzt aber kompromissbereit.

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Jerusalema Challenge – gut gemeint und teuer bezahlt

Ulrike Dietz