US-Behörden holen Großteil von Lösegeld nach Pipeline-Hackerangriff zurück

Washington (AFP) – Nach dem Hackerangriff auf die Colonial-Ölpipeline haben die US- nach Regierungsangaben einen Großteil des millionenschweren Lösegeldes wiederbeschafft. Das Justizministerium habe den größten Teil des Lösegeldes aufgespürt und “zurückgeholt”, erklärte Justiz-Staatssekretärin Lisa Monaco am Montag. Die Behörden hätten “den Spieß umgedeht” und seien gegen das “gesamte Ökosystem” vorgegangen, das Angriffe mit Ransomware und digitale Erpressung befeuere. 

Das Versorgungsunternehmen Colonial Pipeline war im vergangenen Monat Opfer eines Hackerangriffs mit einem Erpressungstrojaner geworden, der das gesamte Rohrleitungsnetz vorübergehend stillgelegt hatte. Die US-Bundespolizei FBI macht eine Hackergruppe namens Darkside für die Attacke verantwortlich. Unternehmenschef Joseph Blount hatte die Zahlung von 4,4 Millionen Dollar Lösegeld an die Erpresser eingeräumt.

Die Colonial Pipeline ist gemessen am transportierten Volumen die größte Pipeline der USA. Jeden Tag fließen mehr als 2,5 Millionen Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) an Benzin, Diesel, Kerosin und anderen Erdölprodukten durch die Rohrleitungen.

Bild: © AFP/Archiv JIM WATSON / Die Colonial Pipeline wurde Ziel von Hackern

US-Behörden holen Großteil von Lösegeld nach Pipeline-Hackerangriff zurück

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