Oberst Goïta in Mali als Übergangspräsident vereidigt

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Bamako (AFP) – Nach dem zweiten von ihm angeführten Putsch im westafrikanischen Mali ist Oberst Assimi Goïta als Übergangspräsident vereidigt worden. Bei der Zeremonie in der Bamako legte er am Montag seinen Amtseid ab. Wenige Stunden später ernannte Goïta per Dekret den 63-Jährigen Choguel Kokalla Maïga zum Regierungschef.

Er schwöre, “die demokratischen Errungenschaften zu bewahren und die nationale Einheit, die Unabhängigkeit der Heimat und die Integrität des Territoriums zu garantieren”, sagte Goïta bei seiner Amtseinführung. Er werde für “glaubhafte, faire und transparente Wahlen” sorgen, die bis nächsten Februar abgehalten werden sollen.

Die internationale Gemeinschaft dringt darauf, dass Anfang 2022 eine demokratisch gewählte, zivile die Macht in Mali übernimmt. In seiner Rede sicherte Goïta zu, dass Mali “alle seine Verpflichtungen einhält”.

Bis dahin soll der Politikveteran Maïga die Regierungsgeschäfte führen. Der mehrmalige Minister und Präsidentschaftskandidat war eine zentrale Figur der Protestbewegung gegen Ex-Präsident Boubacar Keïta, der im August 2020 durch den ersten Militärputsch unter Führung Goïtas gestürzt wurde.

Der 37-Jährige Oberst war zunächst als Vizepräsident an der Übergangsregierung beteiligt. Vor gut zwei Wochen setzte er die zivile Spitze jedoch ab, um das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Das Vorgehen wurde international scharf verurteilt. 

Oberst Goïta in Mali als Übergangspräsident vereidigt

Oberst Assimi Goïta (m.) bei seiner Amtseinführung als Präsident © AFP ANNIE RISEMBERG

Oberst Goïta in Mali als Übergangspräsident vereidigt

AFP