G20-Außen- und Entwicklungsminister mahnen gemeinsamen Kampf gegen Corona an

Matera () – Mehrere Außen- und Entwicklungsminister der G20-Staaten haben bei ihrem Treffen im süditalienischen Matera einen gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt. Die G20 als Staatengruppe stellten eine Möglichkeit dar, in Zeiten globaler Krisen international geschlossen zu handeln, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag. Auch der Gastgeber des Treffen, Italiens Außenminister Luigi Di Maio, sagte, internationale Zusammenarbeit sei bei der Reaktion auf globale Herausforderungen von grundlegender Bedeutung.

Ähnlich äußerte sich US-Außenminister Antony Blinken. Um die Corona-Pandemie zu beenden, sei internationale Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung, sagte er. Blinken forderte auch eine Stärkung internationaler Gesundheitsinstitutionen, um auf künftige Krisen besser reagieren zu können, und verwies in diesem Zusammenhang auf den Beitrag der USA zur internationalen Impfinitiative Covax.

Maas hob mit Blick auf Russland und China hervor, es solle bei dem Treffen auch thematisiert werden, “dass wir von deren Impfstoff-Diplomatie nichts halten”. Es dürfe nicht um “kurzfristige geostrategische Vorteile” gehen, sagte der Bundesaußenminister. “Jeder von uns wird erst dann sicher sein, wenn wir alle sicher sind.”

Die Corona-Pandemie und die Impfstoff-Strategie werden Maas zufolge ein zentrales Thema bei dem G20-Treffen sein. Zur Forderung nach einer Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe äußerte er sich erneut zurückhaltend. Dies sei eine “sehr lange und formale” Diskussion. Wichtig sei es aber vor allem, Länder und Regionen etwa in Afrika schneller mit Impfstoffen zu versorgen.

Auch der Klimawandel soll Thema in Matera sein. Maas verwies auch bei diesem Thema darauf, dass die Welt dabei nur vorankomme, “wenn alle auf derselben Seite des Spielfeldes stehen”. Der G20 gehören 20 führende Industrie- und Schwellenländer an.

Bild: © POOL/AFP Andrew Harnik / Italiens Außenminister Di Maio (l.) und sein US-Kollege Blinken

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AFP